2.Mose 10

Elberfelder Bibel

Danach sprach der HERR zu Mose: Geh zum Pharao hinein, denn ich habe sein Herz und das Herz seiner Hofbeamten[1] verstockt[2], um diese meine Zeichen mitten unter ihnen[3] zu tun, (2Mo 7,14) und damit du vor den Ohren deiner Kinder und Kindeskinder[4] erzählst, wie ich den Ägyptern übel mitgespielt habe und meine Zeichen, die ich unter ihnen getan habe. So werdet ihr erkennen, dass ich der HERR bin. (2Mo 8,6; 2Mo 14,4; 5Mo 4,9; 5Mo 6,20; Ps 44,2; Ps 78,3; Jes 38,19; Joe 1,3) Da gingen Mose und Aaron zum Pharao hinein und sagten zu ihm: So spricht der HERR, der Gott der Hebräer: Bis wann willst du dich noch weigern[5], dich vor mir zu demütigen? Lass mein Volk ziehen, damit sie mir dienen! (2Mo 4,23; 2Mo 5,1; 1Kön 21,29; 2Chr 33,12; 1Petr 5,6) Denn wenn du dich weigerst, mein Volk ziehen zu lassen, siehe, dann will ich morgen Heuschrecken in dein Gebiet bringen. Die werden den Boden[6] des Landes bedecken, so dass man das Land nicht mehr sehen kann. Und sie werden den Rest fressen, was gerettet und euch vom Hagel übrig gelassen worden ist; auch werden sie alle Bäume fressen, die euch auf dem Feld wachsen. (2Mo 9,32) Und sie werden deine Häuser füllen und die Häuser all deiner Hofbeamten[7] und die Häuser aller Ägypter, wie es deine Väter und die Väter deiner Väter nicht gesehen haben seit dem Tag, an dem sie auf dem Land sesshaft wurden[8], bis auf den heutigen Tag. Darauf wandte er sich um und ging vom Pharao hinaus. (2Mo 9,18; Joe 2,9) Da sagten die Hofbeamten[9] des Pharao zu ihm: Wie lange noch soll uns dieser Mann zur Falle[10] sein? Lass die Leute ziehen, damit sie dem HERRN, ihrem Gott, dienen! Erkennst du denn noch nicht, dass Ägypten verloren ist? (1Sam 5,11) Darauf wurden Mose und Aaron wieder zum Pharao gebracht, und er sagte zu ihnen: Zieht hin, dient dem HERRN, eurem Gott! Wer alles soll denn mitgehen[11]? Mose antwortete: Mit unsern Jungen und mit unsern Alten wollen wir gehen, mit unsern Söhnen und mit unsern Töchtern, mit unsern Schafen und mit unsern Rindern wollen wir gehen; denn wir haben ein Fest des HERRN zu feiern. (2Mo 5,1) 10 Er aber sagte zu ihnen: So gewiss möge der HERR mit euch sein, wie ich euch mit euren Kindern ziehen lasse! Seht doch selbst, dass ihr Böses vorhabt[12]! 11 So nicht! Zieht doch hin, ihr Männer, und dient dem HERRN! Denn das ist es, was ihr begehrt. Und man jagte sie vom Pharao hinaus. 12 Da sprach der HERR zu Mose: Strecke deine Hand aus über das Land Ägypten wegen der Heuschrecken, damit sie über das Land Ägypten heraufkommen und alles Gewächs des Landes fressen, alles, was der Hagel übrig gelassen hat! 13 Und Mose streckte seinen Stab über das Land Ägypten aus; da trieb der HERR jenen ganzen Tag und die ganze Nacht einen Ostwind ins Land; und als es Morgen geworden war, hatte der Ostwind die Heuschrecken herbeigetragen. (Ps 78,26) 14 So kamen die Heuschrecken über das ganze Land Ägypten herauf und ließen sich im ganzen Gebiet Ägyptens in gewaltiger Menge nieder. Vor ihnen hat es keinen solchen Heuschreckenschwarm wie diesen gegeben, und nach ihnen wird es keinen solchen mehr geben. (Ps 78,46; Ps 105,34; Spr 30,27; Joe 1,4; Offb 9,3) 15 Und sie bedeckten die Oberfläche des ganzen Landes, so dass es finster im Land wurde; und sie fraßen alles Gewächs des Landes und alle Früchte der Bäume, die der Hagel übrig gelassen hatte. So blieb im ganzen Land Ägypten an den Bäumen und Gewächsen des Feldes nichts Grünes übrig. 16 Da rief der Pharao schnell Mose und Aaron herbei und sagte: Ich habe gesündigt gegen den HERRN, euren Gott, und gegen euch! (2Mo 9,27; 2Sam 24,10) 17 Und nun vergib[13] doch meine Sünde nur noch diesmal und betet zum HERRN, eurem Gott, dass er nur diesen Tod von mir wegnimmt! (2Mo 8,4; 4Mo 21,7; 1Sam 15,25) 18 Darauf ging er von dem Pharao hinaus und betete zum HERRN. (2Mo 8,8; 4Mo 11,2) 19 Und der HERR verwandelte den Ostwind in einen sehr starken Westwind; der hob die Heuschrecken auf und warf sie ins Schilfmeer. Es blieb nicht eine Heuschrecke übrig in dem ganzen Gebiet Ägyptens. 20 Aber der HERR verstockte[14] das Herz des Pharao, und er ließ die Söhne Israel nicht ziehen. (2Mo 3,19; 2Mo 4,21; 2Mo 10,1) 21 Da sprach der HERR zu Mose: Strecke deine Hand gegen den Himmel aus! Dann wird eine solche Finsternis über das Land Ägypten kommen, dass man die Finsternis greifen kann. (Hi 5,14; Ps 105,28; Jes 8,22; Hes 32,7; Offb 8,12; Offb 16,10) 22 Und Mose streckte seine Hand gegen den Himmel aus: Da entstand im ganzen Land Ägypten eine dichte Finsternis drei Tage lang. 23 Man konnte einander nicht sehen[15], und niemand stand von seinem Platz auf drei Tage lang; aber alle Söhne Israel hatten Licht in ihren Wohnsitzen. - (2Mo 8,18) 24 Da rief der Pharao Mose herbei und sagte: Zieht hin, dient dem HERRN! Nur eure Schafe und Rinder sollen zurückbleiben; auch eure Kinder mögen mit euch ziehen! 25 Mose aber sagte: Gäbest du selber in unsere Hände Schlachtopfer und Brandopfer[16], damit wir sie dem HERRN, unserem Gott, zubereiten - 26 unser Vieh zieht dennoch mit uns, nicht eine Klaue darf zurückbleiben; denn davon werden wir nehmen, um dem HERRN, unserm Gott, zu dienen. Wir wissen[17] ja nicht, womit wir dem HERRN dienen sollen, bis wir dorthin kommen. (2Mo 12,32) 27 Aber der HERR verstockte[18] das Herz des Pharao, so dass er nicht bereit war, sie ziehen zu lassen. (2Mo 10,20) 28 Und der Pharao sagte zu ihm: Geh weg von mir! Hüte dich, mir nochmals unter die Augen zu treten[19]! Denn an dem Tag, an dem du mir wieder unter die Augen trittst[20], musst du sterben. (2Mo 18,4; 2Chr 25,16) 29 Darauf sagte Mose: Du hast recht geredet, ich werde dir nicht mehr unter die Augen treten[21]. (2Mo 12,31; Hebr 11,27)