Prediger 10

Elberfelder Bibel

1 Tote Fliegen[1] lassen das Öl des Salbenmischers stinken und gären. Ein wenig Torheit hat mehr Gewicht als Weisheit und Ehre[2]. (Pred 9,18; Hag 2,12; Gal 5,9) 2 Der Verstand[3] des Weisen ist zu seiner Rechten und der Verstand des Toren zu seiner Linken. (Spr 15,7) 3 Und auch wenn der Tor auf dem Weg geht, fehlt ihm der Verstand[4], und er sagt jedem, er sei ein Tor[5]. (Spr 13,16) 4 Wenn der Zorn[6] des Herrschers gegen dich aufsteigt, so verlass deinen Platz nicht! Denn Gelassenheit verhindert[7] große Sünden. (Spr 25,15; Pred 8,3) 5 Es gibt ein Übel, das ich unter der Sonne gesehen habe, gleich einem Versehen, das vom Machthaber ausgeht: 6 Die Torheit[8] wird in große Würden eingesetzt[9], und Reiche sitzen in Niedrigkeit. 7 Ich habe Knechte auf Pferden gesehen und Oberste, die wie Knechte zu Fuß[10] gingen. (Spr 19,10) 8 Wer eine Grube gräbt, kann hineinfallen, und wer eine Mauer einreißt, den kann eine Schlange beißen. (Ps 7,16; Spr 26,27; Am 5,19) 9 Wer Steine bricht, kann sich an ihnen verletzen, wer Holz spaltet, kann sich an ihm gefährden. 10 Wenn das Eisen stumpf geworden ist und niemand die Schneide schleift, so muss man seine Kräfte mehr anstrengen. Aber ein Vorteil ist es, die Weisheit richtig anzuwenden[11]. (Pred 9,16) 11 Wenn die Schlange vor der Beschwörung beißt, so hat der Beschwörer[12] keinen Vorteil. (Ps 58,6) 12 Die Worte aus dem Mund eines Weisen bringen ihm Beliebtheit, aber die Lippen eines Toren verschlingen ihn selbst. (Spr 10,8; Spr 10,32; Lk 4,22) 13 Der Anfang der Worte seines Mundes ist Torheit und das Ende seiner Rede[13] böser Unsinn. (Spr 13,16; Pred 5,2) 14 Und der Tor macht viele Worte. Der Mensch erkennt nicht, was sein wird. Und was nach ihm sein wird, wer teilt es ihm mit? (Pred 3,22) 15 Die Arbeit[14] des Toren macht ihn müde, ihn, der nicht zur Stadt zu gehen weiß. 16 Wehe dir, Land, dessen König ein Junge ist und dessen Oberste schon am Morgen speisen! (1Kön 12,11; Jes 3,4; Jes 5,11) 17 Glücklich du Land, dessen König ein Edler[15] ist und dessen Oberste zur rechten Zeit speisen, als Männer und nicht als Zecher[16]! (Spr 31,4) 18 Durch Faulheit der beiden Hände[17] senkt sich das Gebälk, und durch Lässigkeit[18] der Hände tropft das Haus. (Spr 23,21) 19 Um zu lachen, bereitet man ein Mahl, und Wein erheitert das Leben, und das Geld gewährt[19] das alles. (Ri 14,10; Est 1,10; Ps 104,15) 20 Auch in deinen Gedanken fluche nicht dem König und in deinen Schlafzimmern fluche nicht über den Reichen! Denn die Vögel des Himmels könnten die Stimme entführen und was Flügel hat[20], das Wort anzeigen. (2Mo 22,27; Lk 12,2; 1Petr 2,17)