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Schlachter 2000

Die bösen Folgen von Torheit, Faulheit und Spott

1 Besser ein Armer [sein], der in seiner Lauterkeit wandelt, als ein Verkehrter, der verdrehte Lippen hat.
2 Schon Mangel an Erkenntnis ist nicht gut für die Seele, und wer zu schnell läuft, geht leicht fehl.
3 Die Torheit des Menschen verdirbt seinen Weg, und dann zürnt sein Herz gegen den Herrn.
4 Reichtum macht viele Freunde, der Arme aber wird von seinem Freund verlassen.
5 Ein falscher Zeuge bleibt nicht ungestraft, und wer Lügen ausspricht, wird nicht entfliehen.
6 Viele schmeicheln dem Vornehmen, und jeder will ein Freund dessen sein, der Geschenke gibt.
7 Den Armen hassen alle seine Brüder, erst recht ziehen sich seine Freunde von ihm zurück; jagt er ihren Worten nach, so sind sie nichts!
8 Wer Verstand erwirbt, liebt seine Seele; wer Einsicht bewahrt, findet Gutes.
9 Ein falscher Zeuge bleibt nicht ungestraft, und wer Lügen ausspricht, geht zugrunde.
10 Einem Toren steht Wohlleben nicht an, geschweige denn einem Knecht, über Fürsten zu herrschen.
11 Einsicht macht einen Menschen langsam zum Zorn1, und es ist ihm eine Ehre, Vergehungen zu übersehen.
12 Wie das Brüllen des Löwen ist der Zorn des Königs, und seine Gunst wie der Tau auf grünem Gras.
13 Ein törichter Sohn ist das Unglück seines Vaters, und wie beständiges Tropfen durchs Dach ist die Zänkerei einer Frau.
14 Haus und Besitz erbt man von den Vätern, aber eine verständige Ehefrau kommt von dem Herrn.
15 Faulheit versenkt in tiefen Schlaf, und eine träge Seele muß hungern.
16 Wer das Gebot bewahrt, der bewahrt seine Seele, wer aber auf seine Wege nicht achtet, der muß sterben.
17 Wer sich über den Armen erbarmt, der leiht dem Herrn, und Er wird ihm seine Wohltat vergelten.
18 Züchtige deinen Sohn, solange noch Hoffnung vorhanden ist, und laß dir nicht in den Sinn kommen, ihn dem Tod preiszugeben!2
19 Wer jähzornig ist, muß die Strafe dafür bezahlen, denn wenn du ihn davon befreien willst, so machst du’s nur noch schlimmer.
20 Gehorche dem Rat und nimm die Zurechtweisung an, damit du künftig weise bist!
21 Ein Mensch macht vielerlei Pläne in seinem Herzen, aber der Ratschluß des Herrn hat Bestand.
22 Die Zierde des Menschen ist seine Güte, und ein Armer ist besser als ein Mann, der betrügt.
23 Die Furcht des Herrn dient zum Leben; wer daran reich ist, der wird über Nacht von keinem Unglück heimgesucht.
24 Hat der Faule seine Hand in die Schüssel gesteckt, so will er sie nicht wieder zum Mund zurückbringen.
25 Schlage den Spötter, so wird der Unverständige klug; weise den Verständigen zurecht, so läßt er sich's zur Lehre dienen!
26 Wer den Vater mißhandelt und die Mutter verjagt, der ist ein Sohn, der Schande und Schmach bereitet.
27 Laß ab davon, auf Unterweisung zu hören, mein Sohn, wenn du von den Worten der Erkenntnis doch abweichen willst!3
28 Ein nichtsnutziger Zeuge4 verhöhnt das Gericht, und der Mund der Gottlosen verschlingt Lügen.
29 Für die Spötter sind Strafgerichte bereit und Schläge für den Rücken der Toren.
1 od. langmütig.
2 d.h. indem du ihn ohne Züchtigung läßt (vgl. Spr 23,13). Andere übersetzen: aber laß dir nicht in den Sinn kommen, ihn zu töten.
3 Andere Übersetzung: Laß ab, mein Sohn, auf eine Unterweisung zu hören, die abirren läßt von den Worten der Erkenntnis.
4 w. ein Belialszeuge.
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