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Schlachter 2000

1 Dem Vorsänger. Ein Psalm Davids.
2 Wohl dem, der sich des Armen annimmt; der Herr wird ihn erretten zur bösen Zeit.
3 Der Herr wird ihn bewahren und am Leben erhalten, er wird glücklich gepriesen im Land; ja, du wirst ihn nicht der Gier seiner Feinde ausliefern!
4 Der Herr wird ihn erquicken1 auf seinem Krankenlager; du machst, daß es ihm besser geht, wenn er krank ist.
5 Ich sprach: Herr, sei mir gnädig! Heile meine Seele, denn ich habe gegen dich gesündigt!
6 Meine Feinde wünschen mir Unglück: »Wann wird er sterben, daß sein Name untergeht?«
7 Und wenn einer kommt, um mich zu besuchen, so redet er Lügen; sein Herz sammelt sich Bosheit, er geht hinaus und spricht davon.
8 Alle, die mich hassen, flüstern miteinander über mich; sie haben mir Böses zugedacht:
9 »Ein Belialsspruch2 haftet ihm an; wenn er daliegt, steht er nicht wieder auf!«
10 Auch mein Freund, dem ich vertraute, der mein Brot aß,3 hat die Ferse gegen mich erhoben.
11 Du aber, Herr, sei mir gnädig und richte mich auf, so will ich es ihnen vergelten.
12 Daran erkenne ich, daß du Gefallen an mir hast, daß mein Feind nicht über mich triumphieren darf.
13 Mich aber hast du in meiner Lauterkeit erhalten und läßt mich vor deinem Angesicht stehen auf ewig.
14 Gelobt sei der Herr, der Gott Israels, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen, ja, Amen!4 Zweites Buch
1 d.h. ihm helfen, ihn durchtragen und stärken.
2 od. eine nichtswürdige Sache.
3 ein Zeichen der Gemeinschaft und eine Verpflichtung, Frieden zu halten (vgl. Jos 9,14).
4 Amen = »Das ist gewiß« / »So sei es«. V. 14 markiert als Refrain das Ende des ersten Psalmbuches (vgl. Ps 72,18-19; 89,53; 106,48).
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