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Schlachter 2000

1 An den Strömen Babels saßen wir und weinten, wenn wir an Zion gedachten.
2 An den Weiden, die dort sind, hängten wir unsere Lauten auf.
3 Denn die uns dort gefangen hielten, forderten von uns, daß wir Lieder sängen, und unsere Peiniger, daß wir fröhlich seien: »Singt uns eines von den Zionsliedern!«
4 Wie sollten wir ein Lied des Herrn singen auf fremdem Boden?
5 Vergesse ich dich, Jerusalem, so erlahme meine Rechte!1
6 Meine Zunge soll an meinem Gaumen kleben, wenn ich nicht an dich gedenke, wenn ich Jerusalem nicht über meine höchste Freude setze!2
7 Gedenke, Herr, den Söhnen Edoms den Tag Jerusalems, wie sie sprachen: »Zerstört, zerstört sie bis auf den Grund!«
8 Tochter Babel, du sollst verwüstet werden!3 Wohl dem, der dir vergilt, was du uns angetan hast!
9 Wohl dem, der deine Kindlein nimmt und sie zerschmettert am Felsgestein!
1 w. so vergesse meine Rechte (d.h. versage ihre Dienste).
2 w. wenn ich Jerusalem nicht auf den Gipfel meiner Freude erhebe.
3 w. du Verwüstete.
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