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Schlachter 2000

1 Hallelujah! Dankt dem Herrn, denn er ist gütig, denn seine Gnade währt ewiglich!
2 Wer kann die Machttaten des Herrn beschreiben und all seinen Ruhm verkünden?
3 Wohl denen, die das Recht beachten, die Gerechtigkeit üben allezeit!
4 Gedenke an mich, o Herr, aus Gnade gegen dein Volk; suche mich heim mit deiner Rettung,
5 daß ich das Glück deiner Auserwählten schaue, daß ich mich freue an der Freude deines Volkes und mich rühme mit deinem Erbteil.
6 Wir haben gesündigt samt unseren Vätern, wir haben Unrecht getan, haben gottlos gehandelt.
7 Unsere Väter in Ägypten achteten nicht auf deine Wunder, sie gedachten nicht an deine große Gnade und waren widerspenstig am Meer, am Schilfmeer.
8 Aber er rettete sie um seines Namens willen, um seine Stärke offenbar zu machen.
9 Und er bedrohte das Schilfmeer, daß es vertrocknete, und ließ sie durch die Fluten1 gehen wie auf einer Steppe.
10 Und er rettete sie von der Hand des Hassers und erlöste sie aus der Hand des Feindes.
11 Und das Wasser bedeckte ihre Bedränger; nicht einer von ihnen blieb übrig.
12 Da glaubten sie seinen Worten und sangen sein Lob.
13 Aber sie vergaßen seine Werke bald; sie warteten nicht auf seinen Rat,
14 sondern sie wurden begehrlich in der Wüste und versuchten Gott in der Einöde.
15 Und er gab ihnen, was sie forderten, aber er sandte Auszehrung in ihre Seelen.
16 Und sie wurden eifersüchtig auf Mose im Lager, auf Aaron, den Heiligen des Herrn.
17 Da tat sich die Erde auf und verschlang Dathan und bedeckte die Rotte Abirams;
18 und Feuer verzehrte ihre Rotte, eine Flamme versengte die Gottlosen.
19 Sie machten sich ein Kalb am Horeb und warfen sich nieder vor dem gegossenen Bild.
20 Sie vertauschten den, der ihre Herrlichkeit war, gegen das Abbild eines Stiers, der Gras frißt.
21 Sie vergaßen Gott, ihren Retter, der Großes getan hatte in Ägypten,
22 Wunder im Land Hams, Furchtbares am Schilfmeer.
23 Und er gedachte sie zu vertilgen, wenn nicht Mose, sein Auserwählter, in den Riß getreten wäre vor ihm, um seinen Grimm abzuwenden, daß er sie nicht vertilgte.
24 Sie verachteten das liebliche Land, sie glaubten seinem Wort nicht.
25 Und sie murrten in ihren Zelten, sie gehorchten nicht der Stimme des Herrn.
26 Da erhob er seine Hand gegen sie [und schwor], sie niederzustrecken in der Wüste
27 und ihren Samen unter die Heidenvölker zu werfen und sie zu zerstreuen in die Länder.
28 Und sie hängten sich an den Baal-Peor und aßen Opfer der toten [Götzen],
29 und sie reizten ihn mit ihrem Tun; da brach die Plage unter ihnen aus.
30 Aber Pinehas trat auf und übte Gericht, so daß die Plage aufgehalten wurde.
31 Das wurde ihm zur Gerechtigkeit angerechnet auf alle Geschlechter, in Ewigkeit.
32 Und sie erzürnten ihn am Haderwasser2, und es erging Mose schlecht um ihretwillen.
33 Denn sie erbitterten sein Gemüt, so daß er unbedacht redete mit seinen Lippen.
34 Sie vertilgten die Völker nicht, wie ihnen der Herr geboten hatte;
35 sondern sie vermischten sich mit den Heidenvölkern und lernten ihre Werke.3
36 Und sie dienten ihren Götzen, und diese wurden ihnen zum Fallstrick.
37 Und sie opferten ihre Söhne und ihre Töchter den Dämonen.4
38 Und sie vergossen unschuldiges Blut, das Blut ihrer Söhne und ihrer Töchter, die sie den Götzen Kanaans opferten; und so wurde das Land durch Blutschuld entweiht.
39 Und sie machten sich unrein mit ihren Werken und begingen Hurerei mit ihrem Tun.
40 Da entbrannte der Zorn des Herrn gegen sein Volk, und er verabscheute sein Erbteil.
41 Und er gab sie in die Hand der Heidenvölker, daß ihre Hasser über sie herrschten.
42 Und ihre Feinde bedrückten sie, und sie wurden gedemütigt unter ihre Hand.
43 Er errettete sie oftmals; aber sie widerstrebten ihm mit ihren Plänen, und sie sanken immer tiefer durch ihre Ungerechtigkeit.
44 Aber er sah ihre Not an, als er ihr Schreien hörte,
45 und er gedachte an seinen Bund mit ihnen und empfand Mitleid nach seiner großen Gnade;
46 und er ließ sie Barmherzigkeit finden bei allen, die sie gefangen hielten.
47 Rette uns, Herr, unser Gott! Sammle uns aus den Heidenvölkern, daß wir deinem heiligen Namen danken und uns glücklich preisen, zu deinem Ruhm!
48 Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Und alles Volk soll sagen: Amen! Hallelujah! Fünftes Buch
1 Andere Übersetzung: Tiefen.
2 od. am Wasser von Meriba (vgl. 4Mo 20,1-13).
3 od. übernahmen ihr Tun.
4 d.h. den bösen Geistern, die hinter den Götzen stehen (vgl. 1Kor 10,19-20).
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