Help

Schlachter 2000

Die Töchter Jerusalems:

1 Dreh dich, dreh dich, o Sulamit, dreh dich, dreh dich, daß wir dich betrachten! Was wollt ihr Sulamit betrachten wie den Reigen von Mahanaim?
2 Wie schön sind deine Schritte in den Schuhen, du Tochter eines Edlen! Die Wölbungen deiner Hüften sind wie ein Schmuckstück, von Künstlerhand gemacht.
3 Dein Schoß1 ist wie eine runde Schale, in der der Mischwein nicht fehlt; dein Leib ist wie aufgehäufte Weizenkörner, mit Lilien eingefaßt;
4 deine beiden Brüste gleichen zwei jungen Gazellen, Gazellenzwillingen;
5 dein Hals gleicht einem Turm aus Elfenbein, deine Augen den Teichen von Hesbon am Tor Batrabbim;2 deine Nase ist wie der Libanonturm, der nach Damaskus schaut.
6 Dein Haupt gleicht dem Karmel, und dein herabhängendes Haupthaar dem Purpur; der König ist gefesselt durch deine Locken.

Salomo:

7 Wie schön bist du und wie lieblich, o Liebe voller Wonnen!
8 Dieser dein Wuchs ist der Palme gleich, und deine Brüste den Trauben.
9 Ich sprach: Ich will die Palme besteigen und ihre Zweige erfassen; dann werden deine Brüste mir sein wie Trauben des Weinstocks, und der Duft deiner Nase wie Äpfel,
10 und dein Gaumen wie der beste Wein — … der meinem Geliebten sanft hinuntergleitet, über die Lippen der Schlafenden rieselt.

Sulamit:

11 Ich gehöre meinem Geliebten, und sein Verlangen steht nach mir!
12 Komm, mein Geliebter, wir wollen aufs Feld hinausgehen, in den Dörfern übernachten;
13 wir wollen früh zu den Weinbergen aufbrechen, nachsehen, ob der Weinstock ausgeschlagen hat, ob die Blüten sich geöffnet haben, ob die Granatbäume blühen; dort will ich dir meine Liebe schenken!
14 Die Alraunenfrüchte verbreiten Duft, und über unseren Türen sind allerlei edle Früchte; neue und alte habe ich dir, mein Geliebter, aufbewahrt!
1 od. Nabel.
2 od. der volkreichen Stadt.
© 2016 ERF Medien