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Schlachter 2000

Hiob schildert seine Leiden

1 Mein Geist ist verstört, meine Tage laufen ab; die Grabstätte wartet auf mich.
2 Treibt man nicht Gespött mit mir, und muß nicht mein Auge ständig ihre Herausforderungen ansehen?
3 Setze doch einen ein, verbürge dich selbst für mich! Wer sollte sonst [als Bürge] in meine Hand einschlagen?
4 Denn du hast ihre Herzen der Einsicht verschlossen; darum wirst du sie nicht triumphieren lassen.
5 Wer Freunde der Plünderung preisgibt, dessen Kindern werden die Augen verschmachten.
6 Man stellt mich den Leuten zum Sprichwort hin, und ich muß sein wie einer, dem man ins Angesicht spuckt.
7 Mein Augenlicht erlischt vor Gram, und alle meine Glieder sind wie ein Schatten.
8 Die Gerechten werden sich darüber entsetzen, und der Unschuldige wird sich über den Ruchlosen empören.
9 Aber der Gerechte wird an seinem Weg festhalten, und wer reine Hände hat, dessen Kraft nimmt zu.
10 Ihr dagegen, kehrt nur alle wieder um und geht [heim], ich finde doch keinen Weisen unter euch!
11 Meine Tage sind dahin, zerrissen meine Pläne, die Wünsche meines Herzens.
12 Die Nacht machen sie zum Tag; das Licht sei nahe, nicht die Finsternis!
13 Dabei erwarte ich doch, daß das Totenreich meine Wohnung wird und ich mein Lager in der Finsternis aufschlagen muß;
14 dabei muß ich doch zum Grab sagen: Du bist mein Vater!, zu den Würmern: Ihr seid meine Mutter und meine Schwestern!
15 Wo ist da noch Hoffnung für mich, und wer wird meine Hoffnung [verwirklicht] sehen?
16 Zu den Pforten des Totenreichs fährt sie hinab, wenn wir einmal alle miteinander im Staub ruhen!
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