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Schlachter 2000

Die freiwilligen Gaben für die Stiftshütte

1 Und der Herr redete zu Mose und sprach:
2 Sage den Kindern Israels, daß sie mir freiwillige Gaben1 bringen; und von jedem, den sein Herz dazu treibt, sollt ihr die freiwillige Gabe für mich annehmen!
3 Das sind aber die Gaben, die ihr von ihnen nehmen sollt: Gold, Silber, Erz2,
4 blauen und roten Purpur und Karmesin3, weißes Leinen4 und Ziegenhaar,
5 rötliche Widderfelle, Seekuhfelle5 und Akazienholz,
6 Öl für den Leuchter, Spezerei6 für das Salböl und für wohlriechendes Räucherwerk,
7 Onyxsteine und Steine zum Besatz für das Ephod7 und für das Brustschild.
8 Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, damit ich in ihrer Mitte wohne!
9 Genau so, wie ich dir das Vorbild8 der Wohnung und das Vorbild aller ihrer Geräte zeigen werde, so sollt ihr es machen.

Die Bundeslade

10 Und sie sollen eine Lade aus Akazienholz anfertigen, zweieinhalb Ellen soll ihre Länge sein, anderthalb Ellen ihre Breite und anderthalb Ellen ihre Höhe.9
11 Die sollst du mit reinem Gold überziehen, inwendig und auswendig sollst du sie überziehen; und mache ringsum einen goldenen Kranz daran.
12 Du sollst auch vier goldene Ringe für sie gießen und sie an ihre vier Ecken setzen, und zwar so, daß zwei Ringe auf der einen Seite und zwei Ringe auf der anderen Seite sind.
13 Und stelle Tragstangen aus Akazienholz her und überziehe sie mit Gold,
14 und stecke die Tragstangen in die Ringe an den Seiten der Lade, daß man sie damit tragen kann.
15 Die Tragstangen sollen in den Ringen der Lade bleiben und nicht daraus entfernt werden.
16 Und du sollst das Zeugnis10, das ich dir geben werde, in die Lade legen.
17 Du sollst auch einen Sühnedeckel11 aus reinem Gold anfertigen; zweieinhalb Ellen soll seine Länge und anderthalb Ellen seine Breite sein.
18 Und du sollst zwei Cherubim12 aus Gold anfertigen; in getriebener Arbeit sollst du sie machen, an beiden Enden des Sühnedeckels,
19 so daß du den einen Cherub am einen Ende machst und den anderen Cherub am anderen Ende; aus einem Stück mit dem Sühnedeckel sollt ihr die Cherubim machen an den beiden Enden.
20 Und die Cherubim sollen ihre Flügel darüber ausbreiten, daß sie mit ihren Flügeln den Sühnedeckel beschirmen, und ihre Angesichter sollen einander zugewandt sein; die Angesichter der Cherubim sollen auf den Sühnedeckel sehen.
21 Und du sollst den Sühnedeckel oben über die Lade legen und das Zeugnis, das ich dir geben werde, in die Lade tun.
22 Dort will ich mit dir zusammenkommen und mit dir reden von dem Sühnedeckel herab, zwischen den beiden Cherubim, die auf der Lade des Zeugnisses sind, über alles, was ich dir für die Kinder Israels befehlen will.

Der Schaubrottisch

23 Du sollst auch einen Tisch aus Akazienholz herstellen; zwei Ellen soll seine Länge sein und eine Elle seine Breite und anderthalb Ellen seine Höhe.
24 Und du sollst ihn überziehen mit reinem Gold und ihn ringsum mit einem goldenen Kranz versehen.
25 Auch eine Leiste sollst du ringsum an ihm anbringen, eine Handbreit hoch, und an seiner Leiste ringsum [wieder] einen goldenen Kranz befestigen.
26 Und du sollst für ihn vier goldene Ringe machen, die du an den vier Ecken seiner vier Füße anbringen sollst.
27 Dicht unter der Leiste sollen die Ringe sein, zur Aufnahme der Tragstangen, damit man den Tisch tragen kann.
28 Und du sollst die Tragstangen aus Akazienholz machen und sie mit Gold überziehen; mit ihnen soll der Tisch getragen werden.
29 Du sollst auch seine Schüsseln machen, seine Schalen, seine Kannen und seine Opferschalen, mit denen man [die Trankopfer] ausgießt; aus reinem Gold sollst du sie machen.
30 Und du sollst allezeit Schaubrote13 auf den Tisch legen, vor meinem Angesicht.

Der goldene Leuchter

31 Du sollst auch einen Leuchter aus reinem Gold anfertigen; in getriebener Arbeit soll dieser Leuchter gemacht werden; sein Fuß und sein Schaft, seine Kelche, Knäufe und Blüten sollen aus einem Stück mit ihm sein.
32 Aus den Seiten des Leuchters sollen sechs Arme herauskommen: drei Arme aus einer Seite des Leuchters und drei Arme aus der anderen Seite des Leuchters.
33 An dem einen Arm sollen drei Kelche wie Mandelblüten sein, mit je einem Knauf und einer Blüte, und drei Kelche wie Mandelblüten an dem anderen Arm, mit je einem Knauf und einer Blüte. So soll es bei den sechs Armen sein, die aus dem Leuchter herauskommen.
34 Aber der Schaft des Leuchters soll vier Kelche wie Mandelblüten haben, mit seinen Knäufen und Blüten;
35 nämlich einen Knauf unter zwei Armen, und [wieder] einen Knauf unter zwei Armen, und [noch] einen Knauf unter zwei Armen; so bei den sechs Armen, die aus dem Leuchter herauskommen.
36 Denn ihre Knäufe und Arme sollen aus einem Stück mit ihm sein; das Ganze soll eine getriebene Arbeit sein, aus reinem Gold.
37 Und du sollst seine sieben Lampen machen, und man soll seine Lampen aufsteigend anordnen,14 damit sie das, was vor ihm liegt, erleuchten.
38 Und ihre Lichtscheren und Löschnäpfe sollen aus reinem Gold sein.
39 Aus einem Talent reinen Goldes soll man ihn machen mit allen diesen Geräten.
40 Und achte sorgfältig darauf, daß du alles genau nach dem Vorbild machst, das dir auf dem Berg gezeigt worden ist!
1 w. Weihegaben / Abgaben; an anderen Stellen mit Hebopfer übersetzt.
2 d.h. Bronze, eine Mischung von Kupfer und Zinn.
3 Hier sind wohl gefärbte Garne gemeint, die von den Frauen gesponnen wurden und später für die gewebten Teppichbahnen des Zeltes der Zusammenkunft verwendet wurden.
4 w. Byssus.
5 Die Bedeutung des hebr. Wortes ist nicht ganz geklärt. Vermutlich handelt es sich um Felle der Seekuh, die im Roten Meer lebt.
6 Bezeichnung für verschiedene wohlriechende Pflanzenbestandteile, besonders des Balsamstrauches, die vor allem für den Opferdienst verwendet wurden.
7 ein kunstvoll gearbeitetes Schulterkleid für den Hohenpriester.
8 od. Urbild / Muster (vgl. Hebr 8,1-5; Offb 15,5).
9 Die Elle war ein damals übliches Maß, entsprechend dem Abstand zwischen Ellbogen und Fingerspitzen eines Mannes; die große Elle des Heiligtums war 52,5 cm lang.
10 d.h. die Tafeln des Bundes.
11 Das hebr. Wort bezeichnet einen Ort, an dem Sühnung bewirkt wird. Im AT wurde dazu das Blut eines Opfertieres auf den »Sühnedeckel« gesprengt (vgl. das entsprechende Wort in Hebr 9,5 u. Röm 3,25).
12 bed. »Große / Gewaltige«; Engelwesen, die in der Gegenwart Gottes sind und seine Heiligkeit verteidigen (vgl. 1Mo 3,24; Hes 10).
13 w. Brote des Angesichts.
14 Das bedeutet wohl, daß die mittlere Lampe am höchsten aufragte und die seitlichen Arme niedriger angeordnet waren, um die Ausleuchtung des Raumes zu verbessern.
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