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Schlachter 2000

Davids Wunsch, dem Herrn einen Tempel zu bauen. Gottes Verheißung für David und sein Königtum

1 Es geschah aber, als David in seinem Haus wohnte, da sprach er zu dem Propheten Nathan: Siehe, ich wohne in einem Haus aus Zedernholz, aber die Bundeslade des Herrn wohnt unter Teppichen!
2 Und Nathan sprach zu David: Tue alles, was dir am Herzen liegt, denn Gott ist mit dir!
3 Aber es geschah in derselben Nacht, da erging das Wort Gottes an Nathan so:
4 Geh hin und rede zu meinem Knecht David: So spricht der Herr: Nicht du sollst mir ein Haus bauen, das mir als Wohnung dienen soll!
5 Denn ich habe in keinem Haus gewohnt von dem Tag an, als ich Israel heraufführte, bis zu diesem Tag, sondern ich zog von Zelt zu Zelt und von Wohnung [zu Wohnung].
6 Wo immer ich mit ganz Israel umherzog, habe ich auch zu einem der Richter in Israel, denen ich gebot, mein Volk zu weiden, jemals gesagt: Warum baut ihr mir kein Haus aus Zedernholz?
7 So sprich nun zu meinem Knecht David: So spricht der Herr der Heerscharen: Ich habe dich von der Weide hinter den Schafen weggenommen, damit du Fürst würdest über mein Volk Israel;
8 und ich bin überall mit dir gewesen, wohin du gegangen bist, und habe alle deine Feinde vor dir her ausgerottet und dir einen Namen gemacht gleich dem Namen der Gewaltigen auf Erden.
9 Und ich werde für mein Volk Israel einen Ort bereiten und werde es einpflanzen, daß es dort bleiben und nicht mehr beunruhigt werden soll; und die Söhne der Bosheit sollen es nicht mehr verderben wie zuvor,
10 seit der Zeit, als ich Richter über mein Volk Israel eingesetzt habe. Und ich werde alle deine Feinde demütigen; und ich verkündige dir, daß der Herr dir ein Haus bauen wird!
11 Und es wird geschehen, wenn deine Tage erfüllt sind, so daß du zu deinen Vätern hingehst, so will ich deinen Samen nach dir erwecken1, der von deinen Söhnen sein wird; und ich werde sein Königtum befestigen.
12 Der wird mir ein Haus bauen, und ich werde seinen Thron auf ewig befestigen.
13 Ich will sein Vater sein, und er soll mein Sohn sein. Und ich will meine Gnade2 nicht von ihm weichen lassen, wie ich sie von dem weichen ließ, der vor dir war;
14 sondern ich will ihn auf ewig über mein Haus und mein Königreich einsetzen, und sein Thron soll auf ewig fest stehen!

Davids Dankgebet

15 Alle diese Worte und diese ganze Offenbarung teilte Nathan dem David mit.
16 Da kam der König David und setzte sich vor dem Herrn nieder und sprach: Wer bin ich, Herr, o Gott, und was ist mein Haus, daß du mich bis hierher gebracht hast?
17 Und das war noch zu wenig in deinen Augen, o Gott, sondern du hast über das Haus deines Knechtes noch von ferner Zukunft geredet, und du hast mich für den höchsten Rang eines Menschen ausersehen, Herr, o Gott!
18 Was kann David noch dazutun, zu dieser Ehre, die du deinem Knecht erweist? Du kennst ja deinen Knecht.
19 Herr, um deines Knechtes willen und nach deinem Herzen hast du all dies Große getan und alle diese großen Dinge verkündet!
20 Herr, dir ist niemand gleich, und es gibt keinen Gott außer dir, nach allem, was wir mit unseren Ohren gehört haben!
21 Und wer ist wie dein Volk Israel, die einzige Nation auf Erden, für die Gott selbst hingegangen ist, um sie sich als [Eigentums-]Volk zu erlösen, womit du dir einen großen und furchtgebietenden Namen machtest, indem du die Heidenvölker ausgestoßen hast vor deinem Volk her, das du aus Ägypten erlöst hast!
22 Und du hast dir dein Volk Israel auf ewig zum Volk bestimmt; und du, o Herr, bist ihr Gott geworden.
23 Und nun, Herr, das Wort, das du über deinen Knecht und über sein Haus geredet hast, bleibe ewig wahr; tue, wie du geredet hast!
24 Ja, es möge sich bewahrheiten! Und so soll dein Name erhoben werden ewiglich, daß man sage: Der Herr der Heerscharen, der Gott Israels, ist Gott für Israel! Und das Haus deines Knechtes David möge vor dir Bestand haben!
25 Denn du, mein Gott, hast dem Ohr deines Knechtes geoffenbart, daß du ihm ein Haus bauen willst. Darum hat dein Knecht [die Zuversicht] gefunden, vor dir zu beten.
26 Und nun, Herr, du bist Gott und hast deinem Knecht [so viel] Gutes zugesagt.
27 So lasse es dir nun wohlgefällig sein, das Haus deines Knechtes zu segnen, daß es ewiglich vor dir sei; denn was du, Herr, gesegnet hast, das ist auf ewig gesegnet!
1 w. aufstehen lassen.
2 od. Güte / Bundestreue.
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