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Neues Leben. Die Bibel

1 Dann hörte ich eine laute Stimme aus dem Tempel zu den sieben Engeln sagen: »Geht jetzt und gießt die sieben Schalen mit dem Zorn Gottes über die Erde aus!«
2 Da verließ der erste Engel den Tempel und goss seine Schale über die Erde aus. Ein schlimmes, bösartiges Geschwür brach an allen Menschen aus, die das Zeichen des Tieres trugen und sein Standbild angebetet hatten.
3 Danach goss der zweite Engel seine Schale über dem Meer aus, und das Wasser im Meer wurde wie das Blut eines Toten. Und alles, was im Meer lebte, starb.
4 Und der dritte Engel goss seine Schale über den Flüssen und Quellen aus, und sie wurden zu Blut.
5 Ich hörte den Engel, der Macht über alle Wasser hatte, sagen: »Du bist gerecht, dieses Gericht zu schicken, du Heiliger, der ist und der immer war.
6 Denn dein heiliges Volk und deine Propheten wurden ermordet, und ihr Blut strömte auf die Erde. Deshalb hast du ihren Mördern zu Recht Blut zu trinken gegeben.«
7 Und ich hörte eine Stimme vom Altar sagen: »Ja, Herr, Gott, Allmächtiger, deine Gerichte sind wahr und gerecht.«
8 Dann goss der vierte Engel seine Schale über die Sonne aus und brachte sie dazu, die Menschen mit ihrem Feuer zu verbrennen.
9 Und die Menschen wurden von großer Hitze verbrannt, aber dennoch verhöhnten sie den Namen Gottes, der Macht über all diese Plagen hatte. Aber sie kehrten nicht um und gaben ihm nicht die Ehre.
10 Dann goss der fünfte Engel seine Schale auf den Thron des Tieres aus, und sein Reich wurde in Finsternis gestürzt. Und die Menschen zerbissen sich vor Schmerz ihre Zungen
11 und verfluchten den Gott des Himmels wegen ihrer Schmerzen und Geschwüre nur noch mehr. Aber sie weigerten sich, von ihrem falschen Weg umzukehren.
12 Dann goss der sechste Engel seine Schale über den großen Strom Euphrat aus, und er vertrocknete, sodass die Könige aus dem Osten mit ihren Heeren ungehindert nach Westen marschieren konnten.
13 Und ich sah drei böse Geister, die wie Frösche aussahen, aus dem Mund des Drachen, des Tieres und des falschen Propheten springen.
14 Weil diese Dämonen Zeichen und Wunder taten, veranlassten sie alle Herrscher der Erde, sich an jenem großen Tag Gottes zum Kampf gegen den Allmächtigen zu sammeln.
15 Der Herr spricht: »Siehe, ich komme so unerwartet wie ein Dieb! Glücklich ist der, der wachsam auf mich wartet und seine Kleider anbehält, damit er nicht nackt gehen und sich schämen muss.«
16 Und die bösen Geister versammelten alle Herrscher und ihre Heere an einem Ort, der auf Hebräisch Harmagedon genannt wird.
17 Dann goss der siebte Engel seine Schale in die Luft aus. Und ein mächtiger Ruf kam vom Thron des Tempels im Himmel und sagte: »Es ist geschehen!«
18 Dann krachte und grollte Donner, und Blitze leuchteten. Und es gab ein großes Erdbeben, das so gewaltig war wie kein anderes Erdbeben, seit es Menschen auf der Erde gibt.
19 Die große Stadt Babylon wurde in drei Teile gespalten, und die Städte der Völker zerfielen zu Schutt. So erinnerte Gott sich an die Schuld Babylons und ließ sie den Kelch trinken, der mit dem Wein seines schrecklichen Zorns gefüllt war.
20 Und alle Inseln verschwanden und alle Berge wurden dem Erdboden gleichgemacht.
21 Es gab einen furchtbaren Hagelsturm, und riesige Hagelkörner1 fielen vom Himmel auf die Menschen herab. Und doch verfluchten sie Gott für den Hagelsturm, der eine außerordentlich schreckliche Plage war.
1 16,21 Griech. schwer wie ein Talent; das entspricht etwas 35 kg.
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