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Neues Leben. Die Bibel

Israel besiegt die Könige des Südens

1 Als nächstes hörte Adoni-Zedek, der König von Jerusalem, dass Josua Ai erobert, bis auf den Grund zerstört1 und dessen König getötet hatte, genau wie er Jericho erobert und dessen König getötet hatte. Er erfuhr auch, dass die Gibeoniter Frieden mit den Israeliten geschlossen hatten und jetzt unter ihnen wohnten.
2 All dies ängstigte ihn und sein Volk sehr, denn Gibeon war eine große Stadt - so groß wie die königlichen Städte und größer als Ai - und die Gibeoniter waren starke Krieger.
3 Deshalb schickte König Adoni-Zedek von Jerusalem Boten an mehrere andere Könige: Hoham von Hebron, Piram von Jarmut, Jafia von Lachisch und Debir von Eglon.
4 »Kommt und helft mir, Gibeon zu zerstören«, bat er sie, »denn es hat mit Josua und den Israeliten Frieden geschlossen.«
5 So vereinigten die fünf Amoriterkönige - die Könige von Jerusalem, Hebron, Jarmut, Lachisch und Eglon ihre Heere, brachten ihre Truppen in Stellung und griffen Gibeon an.
6 Die Männer von Gibeon schickten Boten zu Josua nach Gilgal ins israelitische Lager. »Verlass deine Diener jetzt nicht«, baten sie. »Hilf uns! Komm schnell und rette uns! Denn alle amoritischen Könige aus dem Bergland marschieren gegen uns.«
7 Daraufhin brachen Josua und das gesamte israelitische Heer nach Gilgal auf.
8 »Hab keine Angst vor ihnen«, sagte der Herr zu Josua, »denn ich will dir den Sieg über sie geben. Nicht ein einziger von ihnen wird gegen dich bestehen können.«
9 Josua marschierte die ganze Nacht durch und führte einen Überraschungsangriff gegen die amoritischen Heere aus.
10 Der Herr versetzte diese in Panik, und die Israeliten erschlugen sie reihenweise bei Gibeon. Dann verfolgten sie sie auf der Straße hinauf nach Bet-Horon, jagten sie bis nach Aseka und Makkeda und schlugen sie.
11 Als die Amoriter auf der Straße, die von Bet-Horon herunterführte, vor den Israeliten flohen, bewarf der Herr sie mit großen Hagelkörnern vom Himmel, bis sie Aseka erreichten. Der Hagel tötete mehr Feinde, als die Israeliten mit dem Schwert umgebracht hatten.
12 An diesem Tag gab der Herr den Israeliten den Sieg über die Amoriter. Josua betete vor ganz Israel zum Herrn und er sagte: »Möge die Sonne stillstehen über Gibeon und der Mond über dem Tal von Ajalon.«
13 Da standen Sonne und Mond still, bis die Israeliten sich an ihren Feinden gerächt hatten. Wird dieses Ereignis nicht im Buch des Aufrichtigen beschrieben? Die Sonne blieb hoch am Himmel stehen. Sie ging etwa einen ganzen Tag nicht unter.
14 Niemals vorher oder nachher hat es einen Tag gegeben, an dem der Herr eine solche Bitte eines Menschen erhörte. Denn der Herr kämpfte für Israel.
15 Danach kehrten Josua und das israelitische Heer in ihr Lager nach Gilgal zurück.

Josua tötet die fünf Könige des Südens

16 Während der Schlacht waren die fünf Könige geflohen. Sie versteckten sich in einer Höhle bei Makkeda.
17 Als Josua hörte, dass sie gefunden worden waren,
18 erließ er folgenden Befehl: »Versperrt den Eingang der Höhle mit großen Steinen und stellt Wachen davor auf.
19 Die übrigen sollen den Feinden unermüdlich nachsetzen und von hinten angreifen. Lasst sie nicht in ihre Städte zurückkehren, denn der Herr, euer Gott, hat euch den Sieg über sie gegeben.«
20 So schlugen Josua und das israelitische Heer die fünf Heere vernichtend. Einem kleinen Rest aber gelang es zu fliehen und die befestigten Städte zu erreichen.
21 Danach kehrten die Israeliten sicher zu Josua ins Lager in Makkeda zurück. Von da an wagte niemand mehr, auch nur ein Wort gegen die Israeliten zu sagen.
22 Josua befahl: »Entfernt die Steine vom Eingang der Höhle und bringt die fünf Könige zu mir.«
23 Da holten sie die fünf Könige aus der Höhle - die Könige von Jerusalem, Hebron, Jarmut, Lachisch und Eglon.
24 Als sie herauskamen, rief Josua das ganze Heer zusammen und befahl den Anführern, die ihn begleitet hatten: »Kommt und stellt eure Füße auf die Nacken der Könige.« Sie taten, was er ihnen befohlen hatte.
25 »Ihr sollt euch niemals fürchten oder den Mut sinken lassen«, gebot Josua seinen Männern. »Seid stark und mutig, denn so wird der Herr mit allen Feinden verfahren, gegen die ihr kämpft.«
26 Danach tötete Josua die fünf Könige und hängte sie an fünf Bäume. Dort hingen sie bis zum Abend.
27 Bei Sonnenuntergang gab Josua Anweisung, die Leichname der Könige von den Bäumen zu nehmen und in die Höhle zu werfen, in der sie sich versteckt hatten. Danach wurde der Eingang der Höhle mit vielen Steinen versperrt, die bis heute dort liegen.

Israel zerstört die Städte des Südens

28 Am selben Tag nahm Josua die Stadt Makkeda ein und zerstörte sie bis auf den Grund und tötete alles Leben darin, einschließlich das des Königs. Nicht ein einziger Einwohner der Stadt überlebte. Er tötete den König von Makkeda, wie er den König von Jericho getötet hatte.
29 Danach zogen Josua und die Israeliten von Makkeda nach Libna und griffen es an.
30 Auch diese Stadt und ihren König gab der Herr in die Hände der Israeliten. Sie zerstörten sie bis auf die Grundmauern, brachten sämtliche Einwohner um und ließen niemanden am Leben. Auch den König von Libna tötete Josua, wie er den König von Jericho getötet hatte.
31 Von Libna aus zogen Josua und die Israeliten nach Lachisch, brachten die Truppen in Stellung und griffen an.
32 Am zweiten Tag gab der Herr es in ihre Hände. Auch hier wurde die gesamte Bevölkerung wie in Libna getötet.
33 Währenddessen war König Horam von Geser mit seinem Heer eingetroffen, um Lachisch beizustehen. Aber Josuas Männer töteten ihn und vernichteten sein Heer und niemand entkam.
34 Danach zogen Josua und das israelitische Heer nach Eglon, brachten die Truppen in Stellung und griffen es an.
35 Sie eroberten es am selben Tag, und wie in Lachisch töteten sie auch hier alle Einwohner der Stadt.
36 Nachdem sie Eglon verlassen hatten, griffen sie Hebron an
37 und eroberten es, und danach die umliegenden Städte. Wie in Eglon löschten sie auch hier die gesamte Bevölkerung aus. Niemand blieb am Leben.
38 Dann kehrten sie um und griffen Debir an.
39 Sie eroberten die Stadt und die umliegenden Dörfer und nahmen ihren König gefangen. Und sie töteten alle Einwohner; niemand blieb am Leben. Mit Debir und seinem König geschah das Gleiche, wie mit Libna und Hebron und deren Königen.
40 So eroberte Josua das ganze Gebiet - das Bergland, den Negev, die westlichen Gebirgsausläufer und die östlichen Gebirgshänge. Er erschlug alle Könige in diesem Gebiet und ließ keinen am Leben. Er tötete alle Einwohner des Landes, wie der Herr, der Gott Israels, es befohlen hatte.
41 Josua tötete sie von Kadesch-Barnea bis nach Gaza und von Goschen bis nach Gibeon.
42 In einem einzigen Feldzug besiegte Josua alle diese Könige und eroberte ihre Länder, denn der Herr, der Gott Israels, kämpfte für Israel.
43 Danach kehrten Josua und das israelitische Heer zu ihrem Lager in Gilgal zurück.
1 10,1 Mit dem hier gebrauchten hebr. Terminus ist die vollständige Übergabe von Dingen, Tieren oder Menschen an den Herrn gemeint, indem diese entweder vernichtet oder als Opfer dargebracht werden, so auch in 10,28.35.37.39.40.
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