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Neues Leben. Die Bibel

Das Gericht über die Feinde des Herrn

1 Wer zieht da aus Edom heran, aus Bozra, in leuchtend roter Kleidung? Wer schreitet in prächtigen Kleidern stolz und kraftvoll daher? »Ich bin es und ich verkündige Gerechtigkeit! Ich bin es, der mächtig genug ist, Rettung zu schaffen!«
2 Warum sind deine Gewänder so rot, deine Kleider, als hättest du Trauben getreten?
3 »Ich habe ganz allein die Weinpresse getreten; niemand aus den Völkern war bei mir. In meinem Zorn habe ich sie zertreten, sie in meinem Grimm zerstampft. Ihr Blut spritzte an meine Kleider und befleckte meine Gewänder.
4 Denn ich hatte mir einen Tag der Rache vorgenommen, das Jahr der Erlösung, die ich vollbringe, war gekommen.
5 Ich sah mich um, aber niemand kam zur Hilfe. Ich war erstaunt, aber da war niemand, der mich unterstützte. Da half mir mein Arm und mein Zorn stand mir bei.
6 Ich zertrat die Völker in meinem Zorn, ließ sie taumeln und stürzen in meinem Grimm, ihr Blut ließ ich auf die Erde fließen.«

Lobpreis für die Befreiung

7 Ich will von der Gnade, die der Herr uns erwiesen hat, erzählen und der lobenswerten Taten des Herrn gedenken. Denn in allem hat er uns nach dem Maßstab seiner Gnade behandelt. Er hat dem Haus Israel viel Gutes erwiesen, genauso, wie es seiner vollkommenen Barmherzigkeit und seinem großen Erbarmen entspricht.
8 Er sagte: »Sie sind ja mein Volk, meine echten Kinder.« Und er wurde ihr Retter:
9 In all ihren Bedrängnissen fühlte er sich selbst bedrängt. Und der Engel, in dem sich Gottes Angesicht zeigt, rettete sie. Er selbst erlöste sie, weil er sie liebte und Mitleid mit ihnen hatte. Er hob sie auf und trug sie seit Urzeiten unablässig.
10 Doch sie lehnten sich gegen ihn auf und betrübten seinen Heiligen Geist. Deshalb wurde er ihnen zum Feind und kämpfte gegen sie.
11 Da dachte sein Volk an die vergangenen Zeiten mit Mose und rief: »Wo ist der, der den Hirten seines Volkes aus dem Nil1 zog? Wo ist der, der ihm seinen Heiligen Geist ins Herz gab?
12 Der Mose mit seinem mächtigen Arm zur Seite stand, der das Meer vor ihnen teilte, um sich damit ewigen Ruhm zu erwerben?
13 Der sie über den Meeresboden geleitete wie Pferde durch die Steppe, sodass sie nicht strauchelten?
14 Wie das Vieh, das ins Tal zieht, schenkte der Geist des Herrn ihnen Ruhe. So hast du, Herr, dein Volk geleitet, um deinen Namen groß zu machen.«

Gebet um Barmherzigkeit und Vergebung

15 Herr, blick vom Himmel, deiner heiligen, herrlichen Wohnung, herab. Wo sind dein leidenschaftlicher Eifer und deine Macht? Warum hältst du dein Mitgefühl uns gegenüber zurück, deine Gnade und Barmherzigkeit, mit der du für uns eingetreten bist?
16 Du bist unser Vater! Abraham weiß nichts von uns, und Israel will uns nicht kennen. Du bist unser Vater! Dein Name heißt von Urzeiten her »unser Erlöser«.
17 Herr, warum lässt du uns von deinem Weg abweichen? Warum hast du unsere Herzen verstockt, sodass wir dich nicht mehr fürchten? Kehre doch zurück, denn wir sind deine Diener und die Stämme deines Eigentums.
18 Für kurze Zeit war dein heiliges Volk im Besitz seines Erbes. Doch dann haben unsere Bedränger dein Heiligtum zertreten.
19 Es geht uns so, als hättest du nie über uns geherrscht, als sei dein Name niemals über uns genannt worden. Tritt doch aus dem Himmel hervor, komm herab und lass die Berge in deiner Gegenwart zittern.
1 63,11 Hebr. aus dem Wasser heraus brachte.
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