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Neues Leben. Die Bibel

Elihu legt seine Meinung dar

1 Wie dem auch sei, Hiob, hör meinen Ausführungen zu und leihe allen meinen Worten dein Ohr.
2 Nun, da ich angefangen habe zu sprechen, will ich auch fortfahren.1
3 Ich rede mit aufrichtigem Herzen und von meinen Lippen kommt unverfälschtes Wissen.
4 Denn der Geist Gottes hat mich erschaffen, der Atem des Allmächtigen gibt mir Leben.
5 Halte mir etwas entgegen, wenn du kannst, rüste dich gegen mich, stell dich!
6 Sieh doch, du und ich, wir sind vor Gott gleich, auch ich bin aus Ton geformt.
7 Deshalb brauchst du dich nicht vor mir zu fürchten. Ich werde dir nicht zu heftig zusetzen.2
8 Du hast vor meinen Ohren gesagt - und ich habe den Ton deiner Worte noch im Ohr -:
9 `Ich bin unschuldig, ich habe mich nicht vergangen. Rein bin ich und ohne Schuld.
10 Gott sucht nach Gründen, um mich zu hassen3, er sieht mich als seinen Feind an.
11 Er macht mich zu einem Gefangenen4 und beobachtet jeden meiner Schritte.´
12 Damit hast du Unrecht, und ich will dir auch sagen, warum: Gott ist größer als jeder Mensch.
13 Warum beschwerst du dich über ihn? Weil er dir nicht Rechenschaft gibt über alles, was er tut?5
14 Aber Gott redet doch auf die eine und andere Weise, wir merken es nur nicht.
15 Im Traum, in einer nächtlichen Vision, wenn tiefer Schlaf auf den Menschen fällt, wenn er in seinem Bett schlummert,
16 da öffnet er dem Menschen das Ohr und erschreckt ihn mit seiner Warnung,
17 um ihn von falschem Handeln abzubringen und ihn vor Hochmut zu bewahren.
18 Er will seine Seele vor dem Grab retten und sein Leben vor dem Wurfgeschoss des Todes.
19 Gott erzieht den Menschen durch Schmerzen auf seinem Lager und durch ständige innere Kämpfe.
20 Sein Leben verdirbt ihm den Appetit auf das Brot, nicht einmal seine Lieblingsspeise mag er mehr.
21 Er schwindet dahin, bis er nur noch Haut und Knochen ist.
22 Er steht am Rand des Grabes und in Reichweite der Todesmächte.
23 Doch wenn ihm dann ein Engel als Mittler zur Seite tritt, einer von den Tausenden, die dem Menschen sagen sollen, was richtig ist,
24 und wenn er Mitleid mit ihm hat und zu Gott sagt: `Lass ihn frei, damit er nicht ins Grab hinabfährt, ich habe ein Lösegeld gefunden´,
25 dann gewinnt sein Körper die jugendliche Frische zurück und er wird wieder wie ein junger Mensch sein.
26 Wenn er zu Gott betet, wird der ihn gnädig annehmen. Er wird Gott ins Gesicht sehen und vor Freude jubeln. Und Gott wird dem Menschen seine Gerechtigkeit wiedergeben.
27 Dann wird er vor den Menschen ein Lied anstimmen und erklären: `Ich hatte gesündigt und gegen das Recht verstoßen6, aber er hat es mir nicht heimgezahlt.
28 Gott hat mich vor dem Grab gerettet, und nun ist mein Leben wieder hell.´
29 Ja, Gott tut dies alles zwei, drei Mal für einen Menschen,
30 um sein Leben vor dem Grab zu bewahren und ihm das Licht des Lebens zu schenken.
31 Höre aufmerksam zu, Hiob, sei still und lass mich fortfahren.
32 Doch wenn du etwas zu sagen hast, dann widersprich mir, denn ich würde mich freuen, wenn du dich rechtfertigen könntest.
33 Wenn aber nicht, dann hör mir weiter zu. Schweig, und ich will dich Weisheit lehren.«
1 33,2 Hebr. Siehe doch, ich habe meinen Mund aufgetan, es spricht meine Zunge in meinem Gaumen.
2 33,7 Hebr. Meine Last (o. meine Hand) wird nicht schwer auf dir lasten.
3 33,10 Hebr. Er erfindet Feindschaften gegen mich.
4 33,11 Hebr. Er legt meine Füße in den Block.
5 33,13 Hebr. Weil er auf all deine Worte nichts entgegnet?
6 33,27 Hebr. und was richtig ist, krumm gebogen.
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