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Neues Leben. Die Bibel

Israels Wanderung durch die Wüste

1 Schließlich kehrten wir wieder um und machten uns auf den Weg durch die Wüste zum Roten Meer, wie der Herr mir befohlen hatte. Lange Zeit wanderten wir um das Gebirge Seïr herum.
2 Dann sprach der Herr zu mir:
3 `Ihr seid nun lange genug um dieses Gebirge gezogen; geht nun nach Norden.
4 Gib dem Volk folgenden Befehl: Ihr werdet jetzt durch das Gebiet eures Brudervolks, der Edomiter, ziehen, die Nachkommen Esaus sind. Sie leben in Seïr. Die Edomiter werden sich bedroht fühlen, deshalb sollt ihr sehr vorsichtig sein.
5 Fangt keinen Krieg mit ihnen an, denn ich werde euch keinen Fußbreit von ihrem Land geben. Ich habe das ganze Bergland Seïr Esau zum Besitz gegeben.
6 Kauft von ihnen die Nahrung, die ihr benötigt, und bezahlt auch das Wasser, das ihr trinken werdet.´
7 Der Herr, euer Gott, hat alles, was ihr getan habt, gesegnet. Er hat sich bei jedem eurer Schritte durch die große Wüste um euch gekümmert. In diesen 40 Jahren war der Herr, euer Gott, mit euch und es hat euch an nichts gefehlt.
8 Also zogen wir an unserem Brudervolk, den Nachkommen Esaus, die in Seïr wohnen, vorüber und verließen die Straße, die von Elat und Ezjon-Geber durch das Arabatal1 nach Norden führt. Als wir eine neue Richtung zur moabitischen Wüste eingeschlagen hatten,
9 warnte uns der Herr: `Bedrängt die Moabiter, die Nachkommen Lots, nicht und beginnt keinen Krieg mit ihnen. Ich werde euch nichts von ihrem Land geben, denn ich habe ihnen Ar zum Besitz gegeben.´
10 Früher wohnte dort ein großes und mächtiges Volk, die sogenannten Emiter2, die so groß wie die Anakiter3 waren.
11 Wie die Anakiter werden sie zu den Riesen gezählt und die Moabiter nennen sie Emiter.
12 In früheren Zeiten wohnten die Horiter im Gebirge Seïr, doch sie wurden von den Nachkommen Esaus vertrieben und vernichtet. Sie siedelten sich dort an ihrer Stelle an, so wie es die Israeliten in dem Land taten, das der Herr ihnen gegeben hatte.
13 Der Herr forderte uns auf: `Brecht auf und überquert den Bach Sered.´ Und das machten wir dann auch.
14 Seit unserem Aufbruch von Kadesch-Barnea bis zu diesem Tag, als wir den Bach Sered überquerten, waren 38 Jahre vergangen. Denn der Herr hatte geschworen, dass alle wehrfähigen Männer des Lagers sterben müssten.
15 Der Herr hatte seine Hand gegen sie erhoben, bis sie schließlich alle tot waren.
16 Nachdem alle Männer des Volkes im wehrfähigen Alter gestorben waren,
17 sprach der Herr zu mir:
18 `Heute sollt ihr durch das Gebiet von Moab bei Ar ziehen
19 und euch dem Land der Ammoniter, der Nachkommen Lots, nähern. Aber bedrängt sie nicht und fangt keinen Krieg mit ihnen an. Ich werde euch nichts von ihrem Land geben, denn ich habe es ihnen zum Besitz gegeben.´
20 Auch dieses Gebiet galt einst als Gebiet der Riesen, die darin wohnten; allerdings bezeichneten die Ammoniter sie als Samsummiter.
21 Sie waren ein mächtiges und zahlreiches Volk, hoch gewachsen wie die Anakiter. Doch der Herr vernichtete sie, sodass die Ammoniter sie verdrängten und sich in ihrem Land ansiedeln konnten.
22 Auf ähnliche Weise hatte er den Nachkommen Esaus am Gebirge Seïr geholfen. Er hatte die Horiter vernichtet, sodass sie diese verdrängen und sich in deren Land niederlassen konnten. Dort leben die Nachkommen Esaus bis heute.
23 Die Awiter hatten in Dörfern im Gebiet von Gaza gewohnt. Aber die Kreter kamen von Kreta herüber, vernichteten sie und siedelten sich in ihrem Land an.
24 Der Herr forderte uns auf: `Brecht auf, zieht weiter und überquert den Fluss Arnon. Ich habe den Amoriter Sihon, den König von Heschbon, in eure Hand gegeben. Greift ihn an und beginnt mit der Eroberung seines Landes.
25 Von heute an will ich alle Völker der Erde in Angst und Schrecken vor euch versetzen. Wenn sie von euch hören, werden sie unruhig werden und vor Angst vor euch zittern.´

Der Sieg über Sihon von Heschbon

26 Da schickte ich Boten aus der Wüste Kedemot zu König Sihon von Heschbon. Sie überbrachten ihm folgendes Friedensangebot:
27 `Lass uns durch dein Land ziehen. Wir werden auf der Hauptstraße bleiben und weder nach rechts noch nach links abbiegen.
28 Alle Nahrung, die du uns gibst, und das Wasser, das wir trinken, werden wir bezahlen. Bitte lass uns zu Fuß durch dein Land ziehen,
29 so wie es die Nachkommen Esaus am Gebirge Seïr und die Moabiter, die in Ar leben, getan haben. Wir wollen den Jordan überqueren, um in das Land zu ziehen, das der Herr, unser Gott, uns gibt.´
30 Doch Sihon, der König von Heschbon, gestattete uns nicht durch sein Land zu ziehen. Denn der Herr, euer Gott, hatte ihn hart und unbelehrbar gemacht, um ihn uns auszuliefern, wie er es dann auch tat.
31 Danach sprach der Herr zu mir: `Ich habe König Sihon und sein Land in deine Hand gegeben. Macht euch nun daran, sein Land zu erobern und zu besetzen.´
32 König Sihon zog uns mit seinem Heer nach Jahaz entgegen, um gegen uns zu kämpfen.
33 Doch der Herr, unser Gott, gab ihn in unsere Hand und wir schlugen ihn vernichtend, ihn, seine Söhne und sein ganzes Volk.
34 Wir eroberten alle seine Städte und töteten4 alle Männer, Frauen und Kinder. Nicht einen einzigen ließen wir am Leben.
35 Wir nahmen nur das Vieh als Beute mit und plünderten die Städte, die wir eingenommen hatten.
36 Der Herr, unser Gott, gab Aroër am Ufer des Arnon, die Stadt im Flusstal und das ganze Gebiet bis Gilead in unsere Gewalt. Es gab keine Stadt, die für uns unbezwingbar gewesen wäre.
37 Dem Land der Ammoniter, dem ganzen Gebiet am Jabbok und den Städten im Bergland hingegen näherten wir uns nicht, weil der Herr, unser Gott, es uns ausdrücklich verboten hatte.
1 2,8 Die Verlängerung des Jordantals südlich des Toten Meeres.
2 2,10a Hebr. Emim. Das bedeutet Schrecken.
3 2,10b Die Anakiter waren sprichwörtlich als Riesen bekannt.
4 2,34 Hebr. und vollstreckte den Bann. Mit dem hier gebrauchten hebr. Ausdruck ist die vollständige Übergabe von Dingen, Tieren oder Menschen an den Herrn gemeint, indem diese entweder vernichtet oder als Opfer dargebracht werden.
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