Schließen
BibleServer ist ein auf Spenden basiertes Projekt von ERF Medien. Bereits mit 25 € unterstützen Sie den Fortbestand dieser Website.
Jetzt spenden
Hilfe

Neues Leben. Die Bibel

Josia herrscht in Juda

1 Josia war acht Jahre alt, als er König wurde, und er regierte 31 Jahre in Jerusalem.
2 Er tat, was dem Herrn gefiel, folgte dem Beispiel seines Stammvaters David und ließ sich in keiner Weise vom rechten Weg abbringen.
3 Im achten Jahr seiner Herrschaft, als er noch sehr jung war, begann Josia, den Gott seines Stammvaters David zu suchen. Im zwölften Jahr dann fing er an, Juda und Jerusalem zu reinigen, indem er die Höhenheiligtümer, die Ascherabilder und die geschnitzten und gegossenen Götzenbilder zerstörte.
4 Er sorgte dafür, dass die Altäre für die Baalsbilder und ihre Räucherstätten niedergerissen wurden. Und er zerschlug die Ascherabilder und die geschnitzten und gegossenen Götzenbilder, zermalmte sie und verstreute den Staub über den Gräbern derer, die ihnen geopfert hatten.
5 Dann verbrannte er die Gebeine der Priester auf ihren eigenen Altären. So reinigte er Juda und Jerusalem.
6 Genauso verfuhr er in den Städten von Manasse, Ephraim und Simeon und auch in Naftali:
7 Er zerstörte die Altäre und die Ascherabilder, zerschmetterte die Götzen zu Staub und riss im ganzen Land Israel die Räucherstätten ein. Dann kehrte er nach Jerusalem zurück.
8 Im 18. Jahr seiner Herrschaft, nachdem er das ganze Land und den Tempel gereinigt hatte, beauftragte Josia Schafan, den Sohn Azaljas, den Stadthauptmann Maaseja und den Kanzler Joach, den Sohn von Joahas, mit der Instandsetzung des Hauses des Herrn, seines Gottes.
9 Sie übergaben dem Hohen Priester Hilkija das Geld, das die Leviten, die als Torhüter im Haus Gottes Dienst taten, eingesammelt hatten. Die Gaben kamen von den Einwohnern Manasses, Ephraims und vom ganzen Rest Israels, aber auch aus ganz Juda und Benjamin und von der Bevölkerung Jerusalems.
10 Sie vertrauten das Geld den Männern an, welche die Arbeiten am Haus des Herrn überwachten. Diese bezahlten damit die Arbeiter, die die Instandsetzung durchführten.
11 Zimmerleute und Steinmetze kauften davon behauene Steine für die Mauern, Holz für das Dach und für die Balken. Die Häuser, welche die früheren Könige Judas dem Verfall überlassen hatten, brachten sie nun wieder in Ordnung.
12 Die Männer verrichteten ihre Arbeit gewissenhaft und treu. Sie unterstanden der Leitung von Jahat und Obadja, Leviten aus der Familie von Merari, sowie Secharja und Meschullem aus der Familie von Kehat. Andere Leviten - alles begabte Musiker -
13 führten die Aufsicht über die übrigen Arbeiter. Weitere Leviten waren als Schreiber, Sekretäre und Torhüter tätig.

Hilkija findet das Gesetzbuch Gottes

14 Als sie das Geld, das im Haus des Herrn gesammelt worden war, herausnehmen wollten, entdeckte der Priester Hilkija das Gesetzbuch des Herrn, das durch Mose gegeben worden war.
15 Er sagte zu dem Hofschreiber Schafan: »Ich habe dieses Gesetzbuch im Haus des Herrn gefunden!«, und er reichte es Schafan.
16 Schafan brachte das Buch zum König und berichtete ihm: »Deine Diener führen alles aus, was ihnen aufgetragen wurde.
17 Das Geld, das im Haus des Herrn gesammelt wurde, haben sie genommen und es den Aufsehern und Arbeitern gegeben.«
18 Und dann fuhr der Schreiber Schafan fort: »Der Priester Hilkija hat mir ein Buch gegeben.« Und Schafan las dem König daraus vor.
19 Als der König hörte, was in dem Gesetzbuch geschrieben stand, zerriss er seine Kleider.
20 Dann erteilte er Hilkija, Ahikam, dem Sohn Schafans, Achbor, dem Sohn Michajas, dem Schreiber Schafan und Asaja, dem Diener des Königs, folgenden Befehl:
21 »Geht und befragt den Herrn für mich und für den ganzen Rest Israels und Judas. Fragt ihn nach den Worten, die in diesem Buch stehen, das gefunden wurde. Der Zorn des Herrn richtet sich gegen uns, weil unsere Vorfahren dem Wort des Herrn nicht gehorcht haben und nicht nach dem handelten, was in diesem Buch geschrieben steht.«
22 Da gingen Hilkija und die anderen Männer in den neueren zweiten Bezirk von Jerusalem, um die Prophetin Hulda so zu befragen. Sie war die Frau von Schallum, dem Sohn Tokhats und Enkel Harhas, des Aufsehers über die Kleiderkammer.
23 Hulda sagte ihnen: »So spricht der Herr, der Gott Israels: `Sagt dem Mann, der euch geschickt hat:
24 So spricht der Herr: Ich werde über diese Stadt und ihre Einwohner all das Unheil jener Flüche bringen, die in dem Buch geschrieben stehen, das dem König von Juda vorgelesen wurde.
25 Denn sie haben sich von mir abgewandt und für andere Götter Weihrauch verbrannt. Sie haben mit ihren Taten meinen Zorn erregt. Mein Zorn wird sich über diesen Ort ergießen und nicht zur Ruhe kommen.´
26 Aber geht zum König von Juda, der euch gesandt hat, um den Herrn zu suchen, und sagt ihm: `So spricht der Herr, der Gott Israels: Du hast meine Botschaft soeben gehört.
27 Dein Herz war berührt und du hast vor Gott Buße getan, als du seine Worte über diese Stadt und ihre Einwohner hörtest. Du hast Buße getan, deine Kleider zerrissen und vor mir geweint. Deshalb habe ich dich erhört, spricht der Herr.
28 Ich will das vorausgesagte Unglück erst nach deinem Tod über diese Stadt und ihre Einwohner kommen lassen, wenn du in Frieden gestorben und begraben worden bist. Du wirst das Unglück, das ich über diesen Ort bringen werde, nicht mehr sehen.´« Diese Botschaft überbrachten sie dem König.

Josias religiöse Reformen

29 Da rief der König die Ältesten in Juda und Jerusalem zusammen.
30 Dann zog er mit ganz Juda und Jerusalem, mit den Priestern und Leviten und dem ganzen Volk, vom wichtigsten Mann bis zum unbedeutendsten, hinauf zum Haus des Herrn. Dort las der König ihnen das ganze Buch des Bundes vor, das im Haus des Herrn entdeckt worden war.
31 Er nahm seinen Platz ein und erneuerte den Bund in der Gegenwart des Herrn. Er gelobte, dem Herrn zu gehorchen und alle seine Gebote, Vorschriften und Gesetze von ganzem Herzen und ganzer Seele zu halten. Er versprach, alle Bedingungen des Bundes, die in dem Buch niedergelegt waren, zu erfüllen.
32 Und er ließ alle Einwohner Jerusalems und das ganze Volk von Benjamin ebenso geloben. Auf diese Weise erneuerten die Einwohner Jerusalems ihren Bund mit Gott, dem Gott ihrer Vorfahren.
33 So verbannte Josia alle Götzen aus dem Land der Israeliten und befahl jedem in der Bevölkerung, den Herrn, ihren Gott, anzubeten. Und solange Josia lebte, blieben sie dem Herrn, dem Gott ihrer Vorfahren, treu.
© 2016 ERF Medien