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Neues Leben. Die Bibel

Paulus verurteilt geistlichen Stolz

1 Ich kann kaum glauben, was mir über die Unzucht unter euch berichtet wird; so schlimme Dinge, dass nicht einmal die Menschen, die Gott nicht kennen, so etwas tun. Ich habe gehört, dass ihr einen Mann in eurer Gemeinde habt, der mit der Frau seines Vaters zusammenlebt.
2 Und ihr seid stolz auf euch! Warum tragt ihr nicht Trauer vor Kummer und Scham? Und warum habt ihr den Mann, der so lebt, nicht aus eurer Gemeinschaft ausgeschlossen?
3 Auch wenn ich nicht persönlich anwesend bin, so bin ich doch im Geist bei euch und habe das Urteil über den Mann, der das getan hat, bereits gefällt.
4 Wenn ihr euch im Namen von Jesus, dem Herrn, versammelt, so werde ich im Geist anwesend sein, und die Kraft des Herrn ist mitten unter euch.
5 Dann sollt ihr den Mann aus der Gemeinde ausschließen und dem Satan übergeben, damit seine sündige Natur vernichtet1 und er selbst2 gerettet werden kann, wenn der Herr wiederkommt.
6 Es ist schlimm, dass ihr auf eure geistliche Reife stolz seid und gleichzeitig so etwas zulasst. Erkennt ihr denn nicht, dass nach kurzer Zeit alle in Mitleidenschaft gezogen werden, wenn ihr auch nur einen von euch ungehindert sündigen lasst?
7 Entfernt diesen Mann aus eurer Mitte, damit ihr rein bleibt.3 Denn Christus, unser Passahlamm, ist für uns geopfert worden.
8 Lasst uns das Fest feiern, aber nicht, indem wir das alte Brot4 des Bösen und Schlechten essen, sondern das neue Brot5 der Reinheit und Wahrheit.
9 In einem früheren Brief schrieb ich euch, ihr solltet nichts mit Menschen zu schaffen haben, die sich auf Unzucht einlassen.
10 Doch damit meinte ich nicht Ungläubige, die Unzucht treiben, habgierig sind und stehlen oder Götzen anbeten. Wenn ihr solche Leute meiden wolltet, müsstet ihr ja die Welt verlassen.
11 Was ich meinte, war, dass ihr keinen Kontakt zu jemandem haben sollt, der sich als gläubig6 bezeichnet und doch Unzucht treibt, habgierig ist, Götzen anbetet, flucht, sich betrinkt oder andere beraubt. Mit solchen Leuten sollt ihr auch nicht zusammen essen.
12 Es steht uns nicht zu, Außenstehende zu richten, aber es liegt ganz gewiss in eurer Verantwortung, diejenigen Gemeindemitglieder unter euch zu richten, die derartige Sünden begehen.
13 Die Außenstehenden wird Gott richten, doch in der Schrift heißt es: »Ihr sollt das Böse aus eurer Mitte entfernen.«7
1 5,5a O. damit er stirbt; griech. zum Verderben des Fleisches.
2 5,5b Griech. und der Geist.
3 5,6-7 Griech. Erkennt ihr nicht, dass ein wenig Sauerteig rasch den ganzen Teig durchsäuert? 7Beseitigt den alten Sauerteig völlig, damit ihr ein neuer Teig sein könnt, wie ihr ja schon ungesäuert seid.
4 5,8a Griech. nicht mit altem Sauerteig.
5 5,8b Griech. mit Ungesäuertem [Brot].
6 5,11 Griech. Bruder.
7 5,13 5. Mose 17,7 - Griech. Schafft weg den Bösen aus euch selbst.
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