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Lutherbibel 1984

1 »Kommt, wir wollen wieder zum HERRN; denn er hat uns zerrissen, er wird uns auch heilen, er hat uns geschlagen, er wird uns auch verbinden.
2 Er macht uns lebendig nach zwei Tagen, er wird uns am dritten Tage aufrichten, dass wir vor ihm leben werden.
3 Lasst uns darauf Acht haben und danach trachten, den HERRN zu erkennen; denn er wird hervorbrechen wie die schöne Morgenröte und wird zu uns kommen wie ein Regen, wie ein Spätregen, der das Land feuchtet.«
4 Was soll ich dir tun, Ephraim? Was soll ich dir tun, Juda? Denn eure Liebe ist wie eine Wolke am Morgen und wie der Tau, der frühmorgens vergeht.
5 Darum schlage ich drein durch die Propheten und töte sie durch die Worte meines Mundes, dass mein Recht wie das Licht hervorkomme.
6 Denn ich habe Lust an der Liebe und nicht am Opfer, an der Erkenntnis Gottes und nicht am Brandopfer.

Gegen Israels Könige und ihre Bündnisse

7 Sie haben den Bund übertreten bei Adam1; dort wurden sie mir untreu.
8 Gilead ist eine Stadt voller Übeltäter, befleckt von Blutschuld.
9 Und die Rotten der Priester sind wie die Räuber, die da lauern auf die Leute; sie morden auf dem Wege, der nach Sichem geht, ja, Schandtaten vollbringen sie.
10 Ich sehe im Hause Israel, wovor mir graut; denn da treibt Ephraim Hurerei, und Israel macht sich unrein.
11 Auch Juda wird noch eine Ernte vor sich haben.
1 d.i. der Name einer Stadt (vgl. Jos 3,16).
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