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Luther 1984

Der Friedefürst und sein Reich

1 "Von Salomo." Gott, gib dein Gericht dem König und deine Gerechtigkeit dem Königssohn,
2 dass er dein Volk richte mit Gerechtigkeit und deine Elenden rette.
3 Lass die Berge Frieden bringen für das Volk und die Hügel Gerechtigkeit.
4 Er soll den Elenden im Volk Recht schaffen und den Armen helfen und die Bedränger zermalmen.
5 Er soll leben, solange die Sonne scheint und solange der Mond währt, von Geschlecht zu Geschlecht.
6 Er soll herabfahren wie der Regen auf die Aue, wie die Tropfen, die das Land feuchten.
7 Zu seinen Zeiten soll blühen die Gerechtigkeit und großer Friede sein, bis der Mond nicht mehr ist.
8 Er soll herrschen von einem Meer bis ans andere und von dem Strom1 bis zu den Enden der Erde.
9 Vor ihm sollen sich neigen die Söhne der Wüste, und seine Feinde sollen Staub lecken.
10 Die Könige von Tarsis und auf den Inseln sollen Geschenke bringen, die Könige aus Saba und Seba sollen Gaben senden.
11 Alle Könige sollen vor ihm niederfallen und alle Völker ihm dienen.
12 Denn er wird den Armen erretten, der um Hilfe schreit, und den Elenden, der keinen Helfer hat.
13 Er wird gnädig sein den Geringen und Armen, und den Armen wird er helfen.
14 Er wird sie aus Bedrückung und Frevel erlösen, und ihr Blut ist wert geachtet vor ihm.
15 Er soll leben und man soll ihm geben vom Gold aus Saba. Man soll immerdar für ihn beten und ihn täglich segnen.
16 Voll stehe das Getreide im Land bis oben auf den Bergen; wie am Libanon rausche seine Frucht. In den Städten sollen sie grünen wie das Gras auf Erden.
17 Sein Name bleibe ewiglich; solange die Sonne währt, blühe sein Name. Und durch ihn sollen gesegnet sein alle Völker, und sie werden ihn preisen.
18 Gelobt sei Gott der HERR, der Gott Israels, der allein Wunder tut!
19 Gelobt sei sein herrlicher Name ewiglich, und alle Lande sollen seiner Ehre voll werden! Amen! Amen!
20 "zu Ende sind die Gebete Davids, des Sohnes Isais."
1 d.i. der Euphrat.
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