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Luther 1984

Die Herrlichkeit der Reichen ist Trug und Schein

1 "Ein Psalm der Söhne Korach, vorzusingen, nach der Weise »Jugend«."
2 Höret zu, alle Völker; merket auf, alle, die in dieser Zeit leben,
3 einfache Leute und Herren, Reich und Arm, miteinander!
4 Mein Mund soll Weisheit reden, und was mein Herz sagt, soll verständig sein.
5 Ich will einem Spruch mein Ohr neigen und mein Rätselwort kundtun beim Klang der Harfe.
6 Warum sollte ich mich fürchten in bösen Tagen, wenn mich die Missetat meiner Widersacher umgibt,
7 die sich verlassen auf Hab und Gut und pochen auf ihren großen Reichtum?
8 Kann doch keiner einen andern auslösen oder für ihn an Gott ein Sühnegeld geben
9 - denn es kostet zu viel, ihr Leben auszulösen; er muss davon abstehen ewiglich -,
10 damit er immer weiterlebe und die Grube nicht sehe.
11 Nein, er wird sehen: Auch die Weisen sterben, / so wie die Toren und Narren umkommen; sie müssen ihr Gut andern lassen.
12 Gräber sind ihr Haus immerdar, ihre Wohnung für und für, und doch hatten sie große Ehre auf Erden.
13 "Ein Mensch in seiner Herrlichkeit kann nicht bleiben," "sondern" "muss davon wie das Vieh."
14 Dies ist der Weg derer, die so voll Torheit sind, und das Ende aller, denen ihr Gerede so wohl gefällt. "SELA".
15 Sie liegen bei den Toten wie Schafe, der Tod weidet sie; aber die Frommen werden gar bald über sie herrschen, und ihr Trotz muss vergehen; bei den Toten müssen sie bleiben.
16 Aber Gott wird mich erlösen aus des Todes Gewalt; denn er nimmt mich auf. "SELA".
17 Lass es dich nicht anfechten, wenn einer reich wird, wenn die Herrlichkeit seines Hauses groß wird.
18 Denn er wird nichts bei seinem Sterben mitnehmen, und seine Herrlichkeit wird ihm nicht nachfahren.
19 Er freut sich wohl dieses guten Lebens, und man preist dich, wenn es dir gut geht.
20 Aber doch fahren sie ihren Vätern nach und sehen das Licht nimmermehr.
21 "Ein Mensch in seiner Herrlichkeit kann nicht bleiben," "sondern muss davon wie das Vieh."
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