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Luther 1984

Klage über die Macht der Bösen

1 "Ein Psalm Davids, vorzusingen, auf acht Saiten."
2 Hilf, HERR! Die Heiligen haben abgenommen, und gläubig sind wenige unter den Menschenkindern.
3 Einer redet mit dem andern Lug und Trug, sie heucheln und reden aus zwiespältigem Herzen.
4 Der HERR wolle ausrotten alle Heuchelei und die Zunge, die hoffärtig redet,
5 die da sagen: »Durch unsere Zunge sind wir mächtig, uns gebührt zu reden! Wer ist unser Herr?«
6 »Weil die Elenden Gewalt leiden und die Armen seufzen, will ich jetzt aufstehen«, spricht der HERR, »ich will Hilfe schaffen dem, der sich danach sehnt.«
7 Die Worte des HERRN sind lauter wie Silber, im Tiegel geschmolzen, geläutert siebenmal.
8 Du, HERR, wollest sie bewahren und uns behüten vor diesem Geschlecht ewiglich!
9 Denn Gottlose gehen allenthalben einher, weil Gemeinheit herrscht unter den Menschenkindern.
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