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Lutherbibel 2017

Nichtigkeit von Träumen

1 Unverständige betrügen sich selbst mit törichten Hoffnungen, und Narren verlassen sich auf Träume.
2 Wer sich auf Träume verlässt, der greift nach dem Schatten und will den Wind haschen.
3 Das eine ist wie das andere: Träume sind wie Bilder im Spiegel.
4 Was unrein ist, wie kann das rein werden? Und was Lüge ist, wie kann das wahr werden?
5 Weissagungen, Zeichendeutung und Träume sind nichts, und man sieht dabei Wahnbilder wie eine Frau in Wehen;
6 und wenn sie nicht durch Eingebung des Höchsten kommen, halte nichts davon.
7 Denn Träume haben viele Menschen betrogen, und gescheitert sind, die darauf hofften.
8 Das Gesetz erfüllt sich ohne Trugbilder, ebenso die Weisheit im Munde des Frommen.

Erfahrung des Weisen und Vertrauen des Frommen

9 Wer viel herumgekommen ist, versteht viel, und wer viel erfahren hat, kann verständig erzählen.
10 Wer nicht erfahren ist, versteht wenig; wer aber weit herumgekommen ist, ist voller Klugheit.
11 Vieles habe ich gesehen auf meinen Reisen, und ich weiß mehr, als ich sagen kann.
12 Oft bin ich in Todesgefahr gekommen und errettet worden um meiner Erfahrung willen.
13 Die den Herrn fürchten, werden am Leben bleiben; denn ihre Hoffnung richtet sich auf den, der ihnen helfen kann.
14 Wer den Herrn fürchtet, muss vor nichts erschrecken noch verzagen; denn er ist seine Zuversicht.
15 Wohl dem, der den Herrn fürchtet! Worauf verlässt er sich? Wer ist sein Halt?
16 Die Augen des Herrn sehen auf die, die ihn lieben. Er ist ein gewaltiger Schild, eine starke Stütze, ein Schutz gegen die Hitze, ein Schatten am heißen Mittag, er bewahrt vor dem Straucheln, er hilft vor dem Fall;
17 er erhebt die Seele und macht das Angesicht fröhlich, gibt Gesundheit, Leben und Segen.

Unrechte und rechte Opfer

18 Wer von unrechtem Gut opfert, dessen Opfer ist eine Lästerung, und Gaben der Frevler sind nicht wohlgefällig.
19 Die Gaben der Gottlosen gefallen dem Höchsten nicht, auch vergibt er Sünden nicht, wenn man viel opfert.
20 Wer eine Opfergabe vom Besitz der Armen darbringt, ist wie einer, der den Sohn vor den Augen des Vaters opfert.
21 Der Arme hat nichts zum Leben als ein wenig Brot; wer ihn darum bringt, ist ein Mörder.
22 Wer seinem Nächsten die Nahrung nimmt, der tötet ihn. Wer dem Arbeiter seinen Lohn nicht gibt, der ist ein Bluthund.
23 Der eine baut, und der andre reißt ein: Was haben sie anderes davon als Mühe?
24 Der eine betet, und der andre flucht: Wessen Stimme wird der Herr erhören?
25 Wer sich wäscht, wenn er einen Toten berührt hat, und berührt ihn wieder: Was hilft ihm sein Waschen?
26 So ist der Mensch, der für seine Sünden fastet und immer wieder sündigt: Wer wird sein Gebet erhören, und was hilft ihm, dass er sich erniedrigt hat?
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