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Lutherbibel 2017

Über Darlehen und ihre Rückzahlung

1 Wer seinem Nächsten etwas leiht, tut ein Werk der Barmherzigkeit, und wer ihm aushilft, der hält die Gebote.
2 Leihe deinem Nächsten, wenn er's nötig hat, und zahle auch du deinem Nächsten deine Schulden, wenn es an der Zeit ist.
3 Halte dein Wort und sei zuverlässig, dann bekommst du stets, was du brauchst.
4 Viele halten ein Darlehen für ein Geschenk und fallen dem zur Last, der ihnen geholfen hat.
5 Manch einer küsst die Hände, bis er erhält, was er verlangt, und redet unterwürfig, um an das Geld des Nächsten zu kommen; aber wenn er's zurückgeben soll, verzögert er's, klagt und bittet um Aufschub.
6 Wenn er bezahlen kann, bekommt jener kaum die Hälfte zurück, und selbst darüber muss er froh sein. Wenn aber nicht, so bringt er den anderen um sein Geld und macht ihn sich zum Feind. Denn er bezahlt ihn mit Fluchen und Schelten und gibt ihm Schmähworte statt Dank.
7 Viele verleihen ungern, nicht aus Bosheit, sondern weil sie fürchten, schuldlos um ihr Gut zu kommen.
8 Doch du habe Geduld mit dem Bedürftigen, sei barmherzig und dränge ihn nicht!
9 Um des Gebotes willen hilf dem Armen, und lass ihn in der Not nicht mit leeren Händen fortgehen.
10 Verlier dein Geld lieber an deinen Bruder oder Freund, und lass es nicht unter einem Stein rosten, bis es verloren ist!
11 Sammle dir einen Schatz nach dem Gebot des Allerhöchsten: Er wird dir mehr einbringen als alles Gold.
12 Fülle deine Kammer mit Wohltaten: Sie werden dich aus allem Unglück retten;
13 sie werden dich besser vor deinen Feinden schützen als ein starker Schild oder schwerer Spieß.

Über Bürgschaften

14 Ein guter Mann bürgt für seinen Nächsten, aber ein Schamloser lässt ihn im Stich.
15 Vergiss nicht, was dein Bürge für dich getan hat, denn er hat sich selbst für dich verpfändet.
16 Der Sünder bringt seinen Bürgen um Hab und Gut,
17 und der Undankbare lässt seinen Retter im Stich. Eine Bürgschaft hat viele aufrechte Leute zugrunde gerichtet und umhergeworfen wie die Wellen im Meer.
18 Sie hat mächtige Männer von Haus und Hof vertrieben, dass sie in fremden Ländern umherirren mussten.
19 Ein Sünder gerät in eine Bürgschaft, und wer auf Gewinn aus ist, wird vor Gericht gezogen.
20 Hilf deinem Nächsten aus, soviel du kannst; doch sieh dich vor, dass du nicht selbst darüber zu Schaden kommst!

Vom Elend in der FremdeÜber die Kinder

21 Das Erste zum Leben sind Wasser und Brot, Kleider und Haus als Schutz.
22 Besser ein armes Leben in einer eigenen Hütte als ein köstlich gedeckter Tisch in fremden Häusern.
23 Lass dir genügen, ob du wenig oder viel hast; so wirst du nicht als Fremder geschmäht.
24 Denn es ist ein schlimmes Leben, von Haus zu Haus zu ziehen. Und wo du fremd bist, darfst du deinen Mund nicht auftun.
25 Auch wenn du Speis und Trank bereitest, wirst du keinen Dank erfahren und sogar noch bittere Worte hören:
26 »Auf, Fremder, komm, bereite den Tisch und lass mich essen, was du hast!«,
27 oder: »Geh, Fremder, du verdienst die Ehre nicht; mein Bruder kommt zu Gast, ich muss das Haus haben.«
28 Das ist schwer für einen vernünftigen Menschen: Verachtung in der Fremde und Schmähung als Gläubiger.
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