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Lutherbibel 2017

Drei gute und drei böse Dinge

1 Drei Dinge gefallen mir, die dem Herrn und den Menschen wohlgefallen: brüderliche Eintracht, Liebe zum Nächsten und wenn Frau und Mann gut miteinander umgehen.
2 Drei Dinge gibt es, denen ich von Herzen feind bin, und es missfällt mir sehr, dass es sie gibt: wenn ein Armer hoffärtig ist und ein Reicher lügt und ein alter Ehebrecher keine Einsicht hat.

Die Weisheit des Alters

3 Wenn du in der Jugend nicht sammelst, wie kannst du im Alter etwas finden?
4 Wie schön ist's, wenn die grauen Häupter urteilen können und die Alten Rat wissen.
5 Wie schön ist Weisheit bei den Alten und bei Angesehenen Überlegung und Rat.
6 Die Krone der Alten ist reiche Erfahrung; und ihre Ehre ist die Furcht des Herrn.

Zehn gute Dinge

7 Neun Dinge kommen mir in den Sinn, die ich in meinem Herzen lobe, und das zehnte will ich mit meinem Munde preisen: ein Mann, der Freude an seinen Kindern hat; einer, der erlebt, dass seine Feinde untergehen.
8 Wohl dem, der eine verständige Frau hat! Einer, der mit seiner Rede kein Unheil anrichtet; einer, der denen nicht dienen muss, die seiner nicht wert sind.
9 Wohl dem, der Einsicht gefunden hat und lehrt, wo man ihm zuhört!
10 Wie groß ist der, der Weisheit gefunden hat! Aber niemand ist über dem, der den Herrn fürchtet.
11 Die Furcht des Herrn übertrifft alles. Wer sie festhält – mit wem kann man den vergleichen?
12 [Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Liebe zu Gott, der Glaube aber ist der Anfang des Weges mit ihm.]

Die böse Frau

13 Es ist kein Leiden so groß wie Herzeleid. Es ist keine Bosheit so schlimm wie Frauenbosheit.
14 Es ist keine Heimsuchung so schwer wie die Heimsuchung durch Menschen, die hassen. Es ist keine Rachgier so groß wie die Rachgier von Feinden.
15 Es ist kein Gift so stark wie Schlangengift und kein Zorn so bitter wie der Zorn einer Frau.
16 Ich wollte lieber bei Löwen und Drachen wohnen als bei einer bösen Frau.
17 Wenn sie böse wird, verzerren sich ihre Züge, und sie verfinstert ihr Gesicht wie ein Bär.
18 Ihr Mann muss vor Bitterkeit seufzen, wenn er bei seinen Freunden sitzt.
19 Alle Schlechtigkeit ist gering gegen die Schlechtigkeit einer Frau; es geschehe ihr das, was dem Sünder geschieht!
20 Eine schwatzhafte Frau ist für einen stillen Mann wie ein sandiger Weg bergauf für einen alten Mann.
21 Fall nicht auf die Schönheit einer Frau herein, und begehre sie nicht!
22 Es gibt Streit, Beschimpfung und große Schande, wenn eine Frau ihren Mann ernährt.
23 Eine böse Frau schafft ein betrübtes Herz, ein trauriges Angesicht und Herzeleid. Eine Frau, die ihren Mann nicht glücklich macht, lässt seine Hände schlaff werden und lähmt seine Knie.
24 Die Sünde nahm ihren Anfang bei einer Frau, und um ihretwillen müssen wir alle sterben.
25 Lass dem Wasser keinen Weg noch einer bösen Frau ihren Willen!
26 Will sie dir nicht folgen, verstoße sie!
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