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Lutherbibel 2017

1 Der ewig lebt, hat alles miteinander geschaffen.
2 Der Herr allein ist gerecht. [Und es gibt keinen außer ihm.
3 Er lenkt die Welt mit einem Wink seiner Hand, und alles gehorcht seinem Willen; denn in seiner Macht ist er König über alles; er trennt Heiliges von Unheiligem.]
4 Niemand kann seine Werke aufzählen. Wer kann seine großen Taten erforschen?
5 Wer kann seine große Macht ermessen? Und wer kann die Taten seiner Barmherzigkeit alle erzählen?
6 Man kann sie nicht mindern noch mehren, und die Wunder des Herrn kann man nicht begreifen.
7 Wenn der Mensch sein Bestes getan hat, steht er doch erst am Anfang; und wenn er zum Ende kommt, fehlt noch viel.
8 Was ist der Mensch? Wozu ist er nütze? Was ist das Gute und was das Böse an ihm?
9 Die Zahl der Tage eines Menschen kann viele Jahre betragen – vielleicht hundert. [Niemand aber kann den Todesschlaf berechnen.]
10 Wie ein Tropfen Wasser im Meer und wie ein Körnlein Sand, so gering sind des Menschen Jahre gegen einen Tag der Ewigkeit.
11 Darum hat der Herr Geduld mit ihnen und gießt seine Barmherzigkeit aus über sie.
12 Er sieht und weiß, wie bitter ihr Ende ist; umso reichlicher schenkt er seine Versöhnung.
13 Die Barmherzigkeit eines Menschen gilt allein seinem Nächsten; aber die Barmherzigkeit des Herrn gilt der ganzen Welt. Er weist zurecht, erzieht und belehrt und führt zurück wie ein Hirte seine Herde.
14 Er erbarmt sich aller, die sich erziehen lassen und eifrig seine Ordnungen befolgen.

Barmherzigkeit mit dem Nächsten

15 Mein Kind, wenn du jemand Gutes tust, so tu's nicht mit tadelnden Worten; und wenn du jemand etwas gibst, so kränke ihn nicht dabei.
16 Kühlt nicht der Tau die Hitze? So ist das Wort besser als die Gabe.
17 Gilt nicht ein Wort mehr als eine gute Gabe? Und ein freundlicher Mensch gibt sie beide.
18 Ein Narr schmäht lieblos, und eines Böswilligen Gabe führt zu Tränen.

Bedenke das EndeÜber die Selbstbeherrschung

19 Lerne, bevor du redest, und sorge für deine Gesundheit, bevor du krank wirst;
20 prüfe dich selbst, bevor das Gericht kommt, so wirst du in der Stunde der Heimsuchung Gnade finden.
21 Übe Demut, ehe du krank wirst, und noch im Augenblick der Sünde kehre um.
22 Lass dich nicht aufhalten, dein Gelübde bald zu erfüllen, und warte nicht bis an den Tod, um es einzulösen.
23 Mache dich bereit für das Gelübde, ehe du es ablegst, und sei nicht wie einer, der den Herrn versucht.
24 Denk an den Zorn, der am Ende kommen wird, und an die Stunde der Strafe, in der Gott sein Antlitz abwendet.
25 Wenn man satt ist, soll man bedenken, dass man vielleicht wieder hungern muss; und wenn man reich ist, soll man bedenken, dass man wieder arm werden kann.
26 Es kann vor Abend noch ganz anders werden, als es am Morgen war; so schnell wandelt sich alles vor dem Herrn.
27 Ein weiser Mensch ist in allem sorgsam, und wenn andre sündigen, hütet er sich vor Verfehlungen.
28 Wer verständig ist, nimmt solche Weisheit an und preist den, der sie gefunden hat.
29 Wer Weisheitslehren recht versteht, ist selbst ein Weiser und findet treffende Sprüche. [Besser mit Freimut vor einem einzigen Herrscher gesprochen, als mit totem Herzen einem toten Herrscher anzuhängen.]
30 Folge deinen Begierden nicht, sondern zügle dein Verlangen.
31 Denn wenn du deinen Begierden folgst, so wirst du dich zum Gespött deiner Feinde machen.
32 Sei kein Prasser und gewöhne dich nicht ans Schlemmen,
33 damit du nicht zum Bettler wirst, der andre von geliehenem Geld bewirtet, weil er kein eigenes im Beutel hat. [Denn sonst wirst du zum Verräter an deinem eigenen Leben.]
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