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Luther 1984

Des Elifas erste Rede

1 Da hob Elifas von Teman an und sprach:
2 Du hast's vielleicht nicht gern, wenn man versucht, mit dir zu reden; aber Worte zurückhalten, wer kann's?
3 Siehe, du hast viele unterwiesen und matte Hände gestärkt;
4 deine Rede hat die Strauchelnden aufgerichtet, und die bebenden Knie hast du gekräftigt.
5 Nun es aber an dich kommt, wirst du weich, und nun es dich trifft, erschrickst du!
6 Ist nicht deine Gottesfurcht dein Trost, und die Unsträflichkeit deiner Wege deine Hoffnung?
7 Bedenke doch: Wo ist ein Unschuldiger umgekommen? Oder wo wurden die Gerechten je vertilgt?
8 Wohl aber habe ich gesehen: Die da Frevel pflügten und Unheil säten, ernteten es auch ein.
9 Durch den Odem Gottes sind sie umgekommen und vom Schnauben seines Zorns vertilgt.
10 Das Brüllen der Löwen und die Stimme der Leuen und die Zähne der jungen Löwen sind dahin.
11 Der Löwe kommt um, wenn er keine Beute hat, und die Jungen der Löwin werden zerstreut.
12 Zu mir ist heimlich ein Wort gekommen, und von ihm hat mein Ohr ein Flüstern empfangen
13 beim Nachsinnen über Gesichte in der Nacht, wenn tiefer Schlaf auf die Leute fällt;
14 da kam mich Furcht und Zittern an, und alle meine Gebeine erschraken.
15 Und ein Hauch fuhr an mir vorüber; es standen mir die Haare zu Berge an meinem Leibe.
16 Da stand ein Gebilde vor meinen Augen, doch ich erkannte seine Gestalt nicht; es war eine Stille und ich hörte eine Stimme:
17 Wie kann ein Mensch gerecht sein vor Gott oder ein Mann rein sein vor dem, der ihn gemacht hat?
18 Siehe, seinen Dienern traut er nicht, und seinen Boten wirft er Torheit vor:
19 wie viel mehr denen, die in Lehmhäusern wohnen und auf Staub gegründet sind und wie Motten zerdrückt werden!
20 Es währt vom Morgen bis zum Abend, so werden sie zerschlagen, und ehe man's gewahr wird, sind sie ganz dahin.
21 Ihr Zelt wird abgebrochen, und sie sterben unversehens.
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