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Lutherbibel 2017

1 Darüber entsetzt sich mein Herz und fährt bebend hoch.
2 O hört doch, wie sein Donner rollt und was für Gedröhn aus seinem Munde geht!
3 Er lässt ihn hinfahren unter dem ganzen Himmel und seinen Blitz über die Enden der Erde.
4 Ihm nach brüllt der Donner, und er donnert mit seinem großen Schall; und wenn sein Donner gehört wird, hält er die Blitze nicht zurück.
5 Gott donnert mit seinem Donner wunderbar und tut große Dinge, die wir nicht begreifen.
6 Er spricht zum Schnee: »Falle zur Erde!«, und zum Platzregen, so ist der Platzregen da mit Macht.
7 Aller Menschen Hand hat er versiegelt, dass die Leute erkennen, was er tun kann.
8 Die wilden Tiere gehen in die Höhle und legen sich auf ihr Lager.
9 Aus seinen Kammern kommt der Sturm und von Norden her die Kälte.
10 Vom Odem Gottes kommt Eis, und die weiten Wasser liegen erstarrt.
11 Die Wolken beschwert er mit Wasser, und durch das Gewölk bricht sein Licht.
12 Er kehrt die Wolken, wohin er will, dass sie alles tun, was er ihnen gebietet auf dem Erdkreis:
13 Zur Züchtigung für ein Land oder zum Segen lässt er sie kommen.
14 Das vernimm, Hiob, steh still und merke auf die Wunder Gottes!
15 Weißt du, wie Gott ihnen Weisung gibt und wie er das Licht aus seinen Wolken hervorbrechen lässt?
16 Weißt du, wie die Wolken schweben, die Wunder des Allwissenden?
17 Du, dem schon die Kleider heiß werden, wenn das Land still liegt unterm Südwind,
18 kannst du gleich ihm die Wolkendecke ausbreiten, die fest ist wie ein gegossener Spiegel?
19 Zeige uns, was wir ihm sagen sollen; denn wir können nichts vorbringen vor Finsternis.
20 Wenn jemand redet, muss es ihm gesagt werden? Hat je ein Mensch gesagt, er wolle vernichtet werden?
21 Eben sah man das Licht nicht, das hinter den Wolken hell leuchtet; als aber der Wind daherfuhr, da wurde es klar.
22 Von Norden kommt goldener Schein; um Gott her ist schrecklicher Glanz.
23 Den Allmächtigen erreichen wir nicht, der so groß ist an Kraft und reich an Gerechtigkeit. Das Recht beugt er nicht.
24 Darum sollen ihn die Menschen fürchten, und er sieht keinen an, wie weise sie auch sind.
© 2016 ERF Medien