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Hoffnung für alle

Am Rande des Todes - völlig allein!

1 Ein Lied der Korachiter. Der Esrachiter Heman verfasste es zum Nachdenken.
2 Herr, mein Gott, du allein kannst mir noch helfen! Tag und Nacht schreie ich zu dir!
3 Höre mein Gebet, vernimm mein Flehen!
4 Schweres Leid drückt mich nieder, ich bin dem Tod schon näher als dem Leben.
5 Jeder rechnet damit, dass ich bald sterbe, so schwach bin ich.
6 Es geht mir wie den Toten, wie den Erschlagenen in ihrem Grab, die du vergessen hast, die von dir verlassen sind.
7 Du hast mich in den tiefsten Abgrund gestoßen, in unergründliche Finsternis.
8 Dein schwerer Zorn lastet auf mir, er wirft mich um wie hohe Brandungswellen.
9 Meine Freunde haben sich von mir abgewandt. Du hast erreicht, dass sie mich voller Abscheu verlassen haben. Ich bin gefangen und weiß keinen Ausweg mehr.
10 Meine Augen sind vom Weinen ganz verquollen. Jeden Tag rufe ich zu dir, Herr, im Gebet strecke ich die Hände nach dir aus.
11 Wirst du an den Toten noch ein Wunder tun? Kommen sie etwa aus ihren Gräbern, um dich zu loben?
12 Erzählt man im Totenreich von deiner Gnade, in der Gruft von deiner Treue?
13 Sind deine Wunder am Ort der Finsternis noch bekannt? Denken die Toten, die man vergessen hat, noch daran, dass du deine Versprechen hältst?
14 Herr, ich schreie zu dir um Hilfe. Schon früh am Morgen klage ich dir mein Leid.
15 Warum hast du mich aufgegeben, Herr? Warum verbirgst du dich vor mir?
16 Schon seit meiner Jugend bin ich schwer krank und dem Tode nah, du hast mir diese schreckliche Last auferlegt - und jetzt bin ich am Ende!
17 Dein strafender Zorn hat mich zu Boden geschmettert, ich bin vernichtet!
18 Die Angst bedrängt mich von allen Seiten wie todbringende Wasserwogen, denen ich nicht mehr entrinnen kann.
19 Du hast erreicht, dass meine Freunde und Nachbarn nichts mehr mit mir zu tun haben wollen! Alle, die mich gekannt haben, kennen mich jetzt nicht mehr.
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