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Hoffnung für alle

Gott, hast du uns für immer verstoßen?

1 Ein Lied Asafs. Für Jedutun.
2 Ich rufe zu Gott, ja, ich schreie immer wieder, damit er mich endlich hört.
3 Ich habe große Angst und sehe keinen Ausweg mehr. Unaufhörlich bete ich zu Gott - sogar in der Nacht strecke ich meine Hände nach ihm aus. Ich bin untröstlich.
4 Wenn ich an Gott denke, fange ich an zu seufzen; grüble ich über meine Lage nach, so verliere ich allen Mut.
5 Ich kann nicht schlafen, weil er mich wach hält; die Unruhe treibt mich umher, ich finde keine Worte mehr.
6 Ich erinnere mich an frühere Zeiten, an Jahre, die längst vergangen sind,
7 als ich beim Spiel auf der Harfe noch fröhlich sein konnte. Jede Nacht grüble ich nach; das Herz wird mir schwer, weil meine Gedanken immer um die gleichen Fragen kreisen:
8 Hat der Herr uns für alle Zeiten verstoßen? Wird er nie wieder freundlich zu uns sein?
9 Ist seine Gnade für immer zu Ende? Gelten seine Zusagen nicht mehr?
10 Hat Gott vergessen, uns gnädig zu sein? Warum verschließt er uns im Zorn sein Herz?
11 Das ist es, was mich am meisten schmerzt: Gott, der Höchste, verhält sich jetzt anders als vorher - er setzt sich nicht mehr für uns ein!
12 Ich erinnere mich an deine großen Taten, Herr, und denke an die Wunder, die du einst vollbracht hast.
13 Ich führe mir vor Augen, was du getan hast, immer wieder mache ich es mir bewusst.
14 O Gott, heilig ist alles, was du tust. Kein anderer Gott ist so mächtig wie du!
15 Du allein bist der Gott, der Wunder vollbringt; du hast die Völker deine Macht spüren lassen.
16 Mit starker Hand hast du dein Volk aus der Gefangenschaft in Ägypten befreit, die Nachkommen Jakobs und Josefs.
17 Als dich die Wasserfluten sahen, begannen sie zu brodeln, sogar die Tiefen des Meeres erzitterten.
18 Aus den Wolken goss strömender Regen, gewaltige Donnerschläge krachten, und deine Blitze durchzuckten die Luft.
19 Ja, im Sturm donnerte deine Stimme; grelle Blitze erhellten die Erde, sie zitterte und bebte.
20 Du bahntest dir einen Weg mitten durch das Meer. Dein Pfad führte durch mächtige Fluten, doch deine Spuren konnte niemand erkennen.
21 Durch Mose und Aaron, deine Diener, hast du dein Volk wie ein Hirte geführt.
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