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Hoffnung für alle

Gott, lass dir das nicht bieten!

1 Herr, warum bist du so weit weg? Warum lässt du uns im Dunkeln umherirren, wenn wir dich am nötigsten brauchen?
2 Boshafte Menschen schrecken vor nichts zurück. Sie machen den Schwachen und Hilflosen das Leben zur Hölle. Lass sie in ihre eigene Falle laufen!
3 Diese Gauner sind auch noch stolz auf ihre habgierigen Wünsche. Geld geht ihnen über alles, und für Gott haben sie nichts übrig. Mit wüsten Sprüchen ziehen sie über ihn her.
4 Hochnäsig behaupten sie: "Gott? Den gibt es doch gar nicht! Was soll er uns denn heimzahlen?" - Was für ein Trugschluss!
5 Noch geht ihnen alles nach Wunsch. Dass du sie verurteilen wirst, lässt sie kalt. Sie verhöhnen alle, die sich ihnen in den Weg stellen, und spotten: "Euer Gott ist ja so weit weg!
6 Uns haut nichts um! Das hat noch keiner geschafft, und daran wird sich auch nichts ändern!"
7 Sobald sie den Mund aufmachen, fluchen, lügen und erpressen sie. Wie viel Unglück richten sie an!
8 In der Nähe einsamer Dörfer liegen sie im Hinterhalt und lauern ihren hilflosen Opfern auf. Im Versteck bringen sie die Unschuldigen um.
9 Wie Löwen im Dickicht liegen sie auf der Lauer, um wehrlose Menschen zu überfallen.
10 Sie stürzen sich auf ihre Opfer und schlagen sie brutal zusammen.
11 "Was wir tun, interessiert Gott gar nicht", reden sie sich ein, "außerdem hat er ein schlechtes Gedächtnis!"
12 Herr, greif doch ein! Lass dir das nicht bieten! Vergiss die Hilflosen nicht!
13 Warum lässt du es zu, dass solche Schurken deine Ehre in den Schmutz ziehen? Warum dürfen sie sich einbilden, dass du sie nie zur Rechenschaft ziehen wirst?
14 Nein! Du hast das Unrecht nicht vergessen! Du kümmerst dich um die Gequälten und wirst sie retten. Dir können sich alle anvertrauen, denen keiner mehr hilft1.
15 Zerbrich die Macht der Übeltäter! Bestrafe sie für ihre Bosheit, damit sie nicht weiter Unheil anrichten!
16 Der Herr ist König für immer und ewig! Seine Feinde müssen aus Israel verschwinden.
17 Die Hilflosen bestürmen dich mit ihren Bitten. Du, Herr, erhörst sie und schenkst ihnen neuen Mut.
18 Du sorgst für das Recht der Unterdrückten und Waisen, jeder Gewaltherrschaft auf Erden machst du ein Ende.
1 Wörtlich: die Schwachen und Waisen. - Weil die Waisen sich nicht wehren konnten, wurde ihr Recht oft missachtet.
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