1-2Dies ist die rettende Botschaft von Jesus Christus, dem Sohn Gottes. Alles begann so, wie es der Prophet Jesaja vorausgesagt hatte: "Gott spricht: 'Ich sende meinen Boten dir voraus, der dein Kommen ankündigt und die Menschen darauf vorbereitet.'"1
3"Ein Bote wird in der Wüste rufen: 'Macht den Weg frei für den Herrn! Räumt alle Hindernisse weg!'"2
4Dieser Bote war Johannes der Täufer. Er lebte in der Wüste, taufte und verkündete den Menschen, die zu ihm kamen: "Kehrt um zu Gott, und lasst euch von mir taufen! Dann wird er euch eure Sünden vergeben."
5Viele Menschen aus der ganzen Provinz Judäa und aus Jerusalem kamen zu ihm. Sie bekannten ihre Sünden und ließen sich von ihm im Jordan taufen.
6Johannes trug ein aus Kamelhaar gewebtes Gewand, das von einem Lederriemen zusammengehalten wurde. Er ernährte sich von Heuschrecken und wildem Honig.
7Johannes rief den Leuten zu: "Nach mir wird ein anderer kommen, der viel mächtiger ist als ich. Ich bin nicht einmal würdig, ihm die Schuhe auszuziehen.
8Ich taufe euch mit Wasser, aber er wird euch mit dem Heiligen Geist taufen."
9In dieser Zeit kam Jesus aus Nazareth, das in der Provinz Galiläa liegt, an den Jordan und ließ sich dort von Johannes taufen.
10Als Jesus nach der Taufe aus dem Wasser gestiegen war, sah er, wie sich der Himmel über ihm öffnete und der Geist Gottes wie eine Taube auf ihn herabkam.
11Gleichzeitig sprach eine Stimme vom Himmel: "Du bist mein geliebter Sohn, der meine ganze Freude ist."
21Nun kamen sie in die Stadt Kapernaum. Am nächsten Sabbat besuchte Jesus die Synagoge und sprach dort zu den Menschen.
22Die Zuhörer waren sehr beeindruckt von dem, was er lehrte. Denn anders als ihre Schriftgelehrten redete Jesus mit einer Vollmacht, die Gott ihm verliehen hatte.
23In der Synagoge war ein Mann, der von einem bösen Geist beherrscht wurde. Der schrie:
24"Was willst du von uns, Jesus von Nazareth? Du bist doch nur gekommen, um uns zu vernichten. Ich weiß, dass du von Gott kommst und zu Gott gehörst3!"
25Jesus befahl dem Dämon: "Schweig und verlass diesen Menschen!"
26Da zerrte der Dämon den Mann hin und her und verließ ihn mit einem lauten Schrei.
27Darüber erschraken alle in der Synagoge und fragten sich: "Was ist das nur für eine Lehre? Und welche Macht dieser Jesus hat! Seinen Befehlen müssen sogar die bösen Geister gehorchen!"
28In Windeseile wurde in ganz Galiläa bekannt, was Jesus getan hatte.
29Nachdem Jesus die Synagoge verlassen hatte, ging er mit Jakobus und Johannes in Simons Haus, in dem auch Andreas wohnte.
30Dort erfuhr er, dass Simons Schwiegermutter mit hohem Fieber im Bett lag.
31Er ging zu ihr, nahm ihre Hand und richtete sie auf. Sofort war das Fieber verschwunden. Sie konnte sogar aufstehen und für ihre Gäste sorgen.
32Am Abend, als die Sonne untergegangen war, brachte man viele Kranke und von Dämonen beherrschte Menschen herbei.
33Fast alle Bewohner der Stadt versammelten sich vor Simons Haus.
34Jesus heilte viele von ihren Krankheiten und zwang die Dämonen, ihre Opfer freizugeben. Dabei verbot er den bösen Geistern, von ihm zu reden, denn sie wussten genau, wer er war.
40Einmal kam ein Aussätziger zu Jesus. Er fiel vor ihm nieder und bat: "Wenn du willst, kannst du mich heilen."
41Jesus hatte Mitleid mit dem Mann. Deshalb streckte er die Hand aus, berührte ihn und sagte: "Ich will es tun! Sei gesund!"
42Im selben Augenblick war der Aussatz verschwunden und der Mann geheilt.
43-44"Sag niemandem etwas", schärfte Jesus ihm ein, "sondern geh sofort zum Priester, und lass dich von ihm untersuchen. Bring das Opfer für deine Heilung dar, wie es Mose vorgeschrieben hat.4 So werden die Priester sehen, dass ich im Auftrag Gottes handle."
45Doch der Mann erzählte überall, wie er geheilt worden war, so dass Jesus nicht länger in der Stadt bleiben konnte. Er musste sich in eine einsame Gegend zurückziehen. Aber auch dorthin kamen von überall die Leute zu ihm.