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Hoffnung für alle

Unser Gott ist ein starker Fels

1 In jener Zeit wird man im Land Juda dieses Lied singen: "Unsere Stadt ist eine sichere Festung; der Herr hat Mauern und Wall zu unserem Schutz errichtet.
2 Öffnet die Tore, damit das Volk einzieht, das Gott gehorcht und ihm treu ist!
3 Herr, du gibst Frieden dem, der sich fest an dich hält und dir allein vertraut!
4 Ja, vertraut dem Herrn für immer, denn er, unser Gott, ist ein starker Fels für alle Zeiten.
5 Alle, die in stolzer Höhe wohnten, stieß der Herr tief hinab. Die Stadt, sie ragte hoch empor, doch er hat sie zerstört, hinunter in den Staub geworfen.
6 Wer früher arm war und gering, tritt nun die Trümmer nieder."

Ein Gebet

7 Herr, wer dir gehorcht, den führst du auf geradem Weg, du machst seinen Lebensweg eben.
8 Wir hoffen auf dich, auch wenn du uns strafst. Wir sehnen uns nach dir - wie könnten wir dich je vergessen?
9 Bei Nacht sind meine Gedanken bei dir, voller Sehnsucht suche ich dich. Wenn du die Erde richtest, lernen die Menschen, was Gerechtigkeit bedeutet.
10 Doch wenn du die Gottlosen begnadigst, begreifen sie nicht, was Recht ist. Auch in diesem Land, in dem dein Recht gilt, würden sie weiter Unrecht tun und dich nicht als den höchsten Gott erkennen.
11 Herr, deine Hand ist drohend erhoben - sie merken es nicht. Beschämt werden sie dastehen, wenn sie sehen, wie leidenschaftlich du dein Volk verteidigst. Dein glühender Zorn soll sie verzehren!
12 Aber uns, Herr, wirst du Frieden schaffen, denn dir verdanken wir alles, was wir erreicht haben.
13 Zwar haben außer dir, unser Gott, auch andere Herren über uns geherrscht. Doch nur deinen Namen nennen wir voller Ehrfurcht.
14 Sie alle sind tot und werden nicht wieder lebendig; sie sind Schatten, die nie wieder aufstehen. Du hast sie bestraft und ausgerottet. Längst sind ihre Namen vergessen.
15 Unser Volk aber machst du, Herr, sehr groß. Du weitest unsere Grenzen nach allen Seiten aus und beweist deine herrliche Macht.
16 In äußerster Not suchen wir dich. Wenn uns deine Schläge treffen, schreien wir zu dir.
17 Wir liegen vor dir am Boden wie eine Schwangere, die sich in Wehen windet und schreit.
18 Ja, wir winden uns in Geburtswehen, doch wir gebären nichts als Luft. Unsere Mühe ist umsonst: Wir können das Land nicht befreien und keinem Menschen das Leben schenken.
19 Herr, die Toten deines Volkes werden wieder leben, ihre Leichen werden auferstehen! Wacht auf und singt vor Freude, alle, die ihr unter der Erde ruht! Du, Herr, bist wie erfrischender Tau am Morgen. Durch deine belebende Kraft gibt die Erde die Leiber der Verstorbenen zurück.

Der Herr rechnet mit Israels Feinden ab

20 Ihr aus meinem Volk, geht in eure Häuser, und verschließt die Türen hinter euch! Haltet euch solange dort verborgen, bringt euch dort in Sicherheit, bis der Zorn des Herrn vergangen ist. Es dauert nur noch kurze Zeit.
21 Schon verlässt er seine Stätte im Himmel, um die Menschen auf der Erde wegen ihrer Vergehen zur Rechenschaft zu ziehen. Alles unschuldig vergossene Blut wird die Erde wieder herausgeben, keinen Ermordeten verbirgt sie weiterhin.
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