Schließen
BibleServer ist ein auf Spenden basiertes Projekt von ERF Medien. Bereits mit 25 € unterstützen Sie den Fortbestand dieser Website.
Jetzt spenden
Hilfe

Hoffnung für alle

Trauer um Jakob

1 Josef warf sich über seinen Vater, küsste ihn und weinte laut.
2 Er beauftragte seine Ärzte, den Körper einzubalsamieren.
3 Das dauerte wie gewohnt vierzig Tage, und ganz Ägypten trauerte siebzig Tage lang um Jakob.
4 Als die Trauerzeit vorüber war, bat Josef die königlichen Hofbeamten, dem Pharao auszurichten:
5 "Ich habe meinem Vater geschworen, ihn in Kanaan zu bestatten. Dort ist unser Familiengrab. Lass mich meinen Vater nach Kanaan bringen! Danach komme ich wieder zurück!"
6 Der Pharao ließ ihm sagen: "Du kannst deinen Vater bestatten, wie du es ihm versprochen hast."
7 Josef machte sich auf den Weg. Mit ihm zogen die obersten Beamten Ägyptens,
8 seine eigene Familie und die Familien seiner Brüder sowie alle anderen Angehörigen Jakobs. Nur die kleinen Kinder und das Vieh ließen sie in Goschen zurück.
9 Zu ihrem Schutz wurden sie von Kriegswagen und Reitern begleitet. Es war ein sehr großer Trauerzug.
10 Als sie nach Goren-Atad östlich des Jordan kamen, ließ Josef die Totenklage für seinen Vater halten, sieben Tage lang.
11 Die einheimischen Kanaaniter beobachteten sie und staunten: "Seht, wie groß die Trauer der Ägypter ist!" Darum heißt der Ort Abel-Mizrajim ("Trauer der Ägypter").
12-13 Jakobs Söhne erfüllten den Wunsch ihres Vaters und brachten ihn nach Kanaan. Sie bestatteten ihn in der Höhle bei Machpela, östlich von Mamre, in dem Familiengrab, das Abraham damals von dem Hetiter Efron gekauft hatte.
14 Danach kehrten Josef und seine Brüder mit dem Trauerzug nach Ägypten zurück.

Was Gott beschlossen hat, das steht fest

15 Weil ihr Vater nun tot war, bekamen Josefs Brüder Angst. "Was ist, wenn Josef sich jetzt doch noch rächen will und uns alles Böse heimzahlt, was wir ihm angetan haben?"
16 Sie schickten einen Boten zu Josef mit der Nachricht: "Bevor dein Vater starb, beauftragte er uns, dir zu sagen:
17 'Vergib deinen Brüdern das Unrecht von damals!' Darum bitten wir dich jetzt: Verzeih uns! Wir dienen doch demselben Gott wie du und unser Vater!" Als Josef das hörte, musste er weinen.
18 Danach kamen die Brüder selbst zu ihm, warfen sich zu Boden und sagten: "Wir sind deine Diener!"
19 Aber Josef erwiderte: "Habt keine Angst! Ich maße mir doch nicht an, euch an Gottes Stelle zu richten! Was er beschlossen hat, das steht fest!
20 Ihr wolltet mir Böses tun, aber Gott hat Gutes daraus entstehen lassen. Durch meine hohe Stellung konnte ich vielen Menschen das Leben retten.
21 Ihr braucht also nichts zu befürchten. Ich werde für euch und eure Familien sorgen." So beruhigte Josef seine Brüder, und sie vertrauten ihm.

Josefs Tod

22 Josef, seine Brüder und ihre Familien blieben in Ägypten wohnen. Josef wurde 110 Jahre alt.
23 Er sah noch Ephraims Kinder und Enkel. Auch erlebte er noch die Kinder von Machir, dem Sohn Manasses, und nahm sie in seine Familie auf.1
24 Als Josef merkte, dass er bald sterben würde, sagte er zu seinen Brüdern: "Gott sorgt für euch. Er wird euch aus Ägypten herausführen und in das Land bringen, das er Abraham, Isaak und Jakob versprochen hat.
25 Schwört mir, dass ihr meine Gebeine mitnehmt, wenn Gott euch nach Kanaan bringt!" Die Brüder schworen es.
26 Josef starb im Alter von 110 Jahren. Sein Körper wurde einbalsamiert und in einen Sarg gelegt.
1 Wörtlich: Die Kinder von Manasses Sohn Machir wurden auf Josefs Knien geboren. - Wahrscheinlich ist gemeint, dass Machirs Söhne von Josef adoptiert wurden. Vgl. Kapitel 30, 3
© 2016 ERF Medien