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Hoffnung für alle

1 So waren nun Himmel und Erde erschaffen, und nichts fehlte mehr.
2-3 Am siebten Tag hatte Gott sein Werk vollendet und ruhte von seiner Arbeit aus. Darum segnete er den siebten Tag und sagte: "Dies ist ein ganz besonderer, heiliger Tag! Er gehört mir."
4 So entstanden Himmel und Erde, so wurden sie geschaffen. Als Gott, der Herr, Himmel und Erde gemacht hatte,

Im fruchtbaren Garten

5 wuchsen zunächst keine Gräser und Sträucher, denn Gott hatte es noch nicht regnen lassen. Außerdem war niemand da, der den Boden bebauen konnte.
6 Nur aus der Tiefe der Erde stieg Wasser auf und tränkte den Boden.
7 Da nahm Gott Erde, formte daraus den Menschen und blies ihm den Lebensatem in die Nase. So wurde der Mensch lebendig.
8 Dann legte Gott, der Herr, einen Garten im Osten an, in der Landschaft Eden, und brachte den Menschen, den er geformt hatte, dorthin.
9 Viele verschiedene Bäume ließ er im Garten wachsen. Sie sahen prachtvoll aus und trugen köstliche Früchte. In der Mitte des Gartens standen zwei Bäume: der Baum, dessen Frucht Leben schenkt, und der Baum, der Gut und Böse erkennen lässt.
10 Ein Fluss entsprang in Eden und bewässerte den Garten. Dort teilte er sich in vier Arme:
11-12 Der erste Fluss heißt Pischon, er fließt rund um das Land Hawila. Dort gibt es reines Gold, wertvolles Harz und den Edelstein Karneol.
13 Der zweite ist der Gihon, er fließt rund um das Land Äthiopien.
14 Der dritte heißt Tigris, er fließt östlich von Assyrien. Der vierte ist der Euphrat.
15 Gott, der Herr, setzte den Menschen in den Garten von Eden. Er gab ihm die Aufgabe, den Garten zu bearbeiten und zu schützen.
16 Dann schärfte er ihm ein: "Von allen Bäumen im Garten darfst du essen,
17 nur nicht von dem Baum, der dich Gut und Böse erkennen lässt. Sobald du davon isst, musst du sterben!"
18 Gott, der Herr, dachte sich: "Es ist nicht gut, dass der Mensch allein lebt. Er soll eine Gefährtin bekommen, die zu ihm passt!"
19 Er formte aus dem Erdboden die Landtiere und die Vögel und brachte sie zu dem Menschen, um zu sehen, wie er sie nennen würde. Genauso sollten sie dann heißen.
20 Der Mensch betrachtete die Tiere und benannte sie. Für sich selbst aber fand er niemanden, mit dem er leben konnte und der zu ihm passte.
21 Da ließ Gott, der Herr, einen tiefen Schlaf über ihn kommen, entnahm ihm eine Rippe und verschloss die Stelle wieder mit Fleisch.
22 Aus der Rippe formte er eine Frau und brachte sie zu dem Menschen.
23 Da rief dieser: "Endlich gibt es jemanden wie mich! Sie wurde aus einem Teil von mir gemacht - wir gehören zusammen!"1
24 Darum verlässt ein Mann seine Eltern und verbindet sich so eng mit seiner Frau, dass die beiden eins sind mit Leib und Seele.
25 Der Mann und die Frau waren nackt, sie schämten sich aber nicht.
1 Wörtlich: Diese ist endlich Gebein von meinem Gebein und Fleisch von meinem Fleisch. Darum soll sie Männin heißen, weil sie vom Mann genommen wurde. - Im Hebräischen ist dies ein Wortspiel: Isch= Mann, Ischah= Frau.
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