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Hoffnung für alle

Einer ist so notwendig wie der andere

1 Liebe Brüder und Schwestern! Ich konnte allerdings zu euch nicht wie zu Menschen reden, die sich vom Geist Gottes leiten lassen1 und im Glauben erwachsen sind. Ihr wart noch wie kleine Kinder, die ihren eigenen Wünschen folgen.2
2 Darum habe ich euch nur Milch und keine feste Nahrung gegeben, denn die hättet ihr gar nicht vertragen. Selbst jetzt vertragt ihr diese Nahrung noch nicht;
3 denn ihr lebt immer noch so, als würdet ihr Christus nicht kennen3. Beweisen Neid und Streit unter euch nicht, dass ihr immer noch wie alle anderen Menschen denkt und lebt?
4 Wenn die einen unter euch sagen: "Ich gehöre zu Paulus!", und andere: "Ich zu Apollos!", dann benehmt ihr euch, als hätte Christus euch nicht zu neuen Menschen gemacht.
5 Wer ist denn schon Apollos oder Paulus, dass ihr euch deshalb streitet? Wir sind doch nur Diener Gottes, durch die ihr zum Glauben gekommen seid. Jeder von uns hat lediglich getan, was ihm von Gott aufgetragen wurde.
6 Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, aber Gott hat euren Glauben wachsen lassen.
7 Es ist nicht so wichtig, wer pflanzt und wer begießt; wichtig ist allein Gott, der euren Glauben wachsen lässt.
8 Von Gottes Mitarbeitern ist einer so notwendig wie der andere, ob er nun das Werk beginnt oder weiterführt. Jeder wird von Gott den gerechten Lohn für seine Arbeit bekommen.

Jeder Mitarbeiter ist Gott verantwortlich

9 Wir sind Gottes Mitarbeiter, ihr aber seid Gottes Ackerland und sein Bauwerk.
10 Gott hat mir in seiner Gnade den Auftrag und die Fähigkeit gegeben, wie ein guter Bauleiter das Fundament zu legen. Doch andere bauen nun darauf weiter. Und jeder muss darauf achten, dass er wirklich sorgfältig arbeitet.
11 Das Fundament, das bei euch gelegt wurde, ist Jesus Christus. Niemand kann ein anderes oder gar besseres Fundament legen.
12 Nun kann man mit den unterschiedlichsten Materialien weiterbauen. Manche verwenden Gold, Silber, kostbare Steine, andere nehmen Holz, Schilf oder Stroh.
13 Doch an dem Tag, an dem Christus sein Urteil spricht, wird sich zeigen, womit jeder gebaut hat. Dann nämlich wird alles im Feuer auf seinen Wert geprüft, und es wird sichtbar, wessen Arbeit dem Feuer standhält.
14 Hat jemand fest und dauerhaft auf dem Fundament Christus weitergebaut, wird Gott ihn belohnen.
15 Verbrennt aber sein Werk, wird er alles verlieren. Er selbst wird zwar gerettet werden, aber nur mit knapper Not, so wie man jemanden aus dem Feuer zieht.
16 Denkt also daran, dass ihr Gottes Tempel seid und dass Gottes Geist in euch wohnt!
17 Wer diesen Tempel zerstört, den wird Gott richten. Denn Gottes Tempel ist heilig, und dieser Tempel seid ihr!

Warnung vor Überheblichkeit

18 Macht euch doch nichts vor! Wer sich einbildet, in dieser Welt besonders klug und weise zu sein, der muss den Mut aufbringen, als töricht zu gelten. Nur dann wird er wirklich weise.
19 Denn alle Weisheit dieser Welt ist in den Augen Gottes blanker Unsinn. So steht es schon in der Heiligen Schrift: "Er fängt die Klugen mit ihrer eigenen List."4
20 Und außerdem heißt es: "Der Herr durchschaut die menschlichen Gedanken und weiß: Sie sind oberflächlich und hohl."5
21 Merkt ihr, wie unsinnig es ist, sich auf das Können von Menschen etwas einzubilden? Euch gehört doch ohnehin alles:
22 Paulus, Apollos und Petrus, ja die ganze Welt, das Leben wie der Tod, die Gegenwart wie die Zukunft - alles gehört euch!
23 Ihr selbst aber gehört Christus, und Christus gehört Gott.
1 Wörtlich: wie zu Geistbegabten.
2 Wörtlich: (Ihr wart noch) Fleischliche.
3 Wörtlich: denn ihr seid noch fleischlich.
4 Hiob 5, 13
5 Psalm 94, 11
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