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Gute Nachricht Bibel

1 Denn in allem Vergänglichen ist dein unvergänglicher Geist.

Ein Beispiel für Gottes Geduld

2 Deshalb bestrafst du die Menschen, die sich gegen dich vergehen, auch nicht auf einen Schlag, sondern hältst ihnen ihre Verfehlungen vor und verwarnst sie, damit sie von ihrem bösen Tun ablassen und sich dir, Herr, zuwenden.
3 So hast du es auch bei den früheren Bewohnern deines heiligen Landes getan.
4 Sie waren dir verhasst, weil sie die verworfensten Dinge trieben, Zauberei und Götzendienst,
5 erbarmungslosen Kindermord und Opfermahlzeiten, bei denen sie Menschenfleisch und -blut und selbst noch die Eingeweide verzehrten. Deshalb hattest du beschlossen, die Teilnehmer an solchen schändlichen Opfern,
6 die mörderischen Eltern unschuldiger Kinder, durch unsere Vorfahren zu vernichten.
7 Du wolltest in dem Land, das du mehr als alle anderen liebst, ein würdiges Volk von Gotteskindern ansiedeln.
8 Trotzdem hast du sogar seine verworfenen Bewohner geschont, weil sie Menschen waren, und hast vor deinem Heer Hornissen1 hergesandt, die sie nur nach und nach ausrotten sollten.
9 Das tatest du, obwohl du sie in einer einzigen Schlacht dem Heer deiner Frommen ausliefern oder sie durch wilde Tiere oder ein Machtwort auf einen Schlag vernichten konntest.
10 Du straftest sie nach und nach, weil du ihnen Gelegenheit zur Besserung geben wolltest, und das, obwohl du wusstest, dass ihre Verdorbenheit ihnen angeboren war und sie sich in alle Ewigkeit nicht ändern würden.

Gott ist gerecht und nachsichtig zugleich

11 Denn von Anfang an lag auf ihnen ein Fluch. Wenn du dem Volk deiner Feinde trotz seiner Sünde mit Nachsicht begegnet bist, dann hast du es nicht aus Schwäche getan, weil du dich vor irgendjemand fürchten würdest.
12 Es gibt niemand, der dich zur Rechenschaft ziehen, niemand, der deinem Urteil widersprechen kann. Wer könnte dich anklagen, weil du diese Völker vernichtet hast? Wer würde es wagen, als Anwalt so verdorbener Menschen vor dich hinzutreten?
13 Du brauchst nicht zu beweisen, dass dein Urteil gerecht ist; es gibt keinen Gott außer dir, keinen, der wie du sich um alles kümmert und für alle sorgt.
14 Kein König oder irgendein Mächtiger kann sich dir entgegenstellen, wenn du jemand bestrafst.
15 Aber du bist gerecht und regierst alles gerecht. Du findest es unter deiner Würde, jemand zu bestrafen, wenn er es nicht verdient, nur weil du die Macht dazu hast.
16 Denn deine Macht ist die Quelle deiner Gerechtigkeit, und dass du der Herr über alle bist, bewegt dich dazu, allen mit Schonung zu begegnen.
17 Du gebrauchst deine Stärke nur dort, wo jemand deine überragende Macht in Zweifel zieht oder sich mit vollem Wissen gegen dich auflehnt.
18 Gerade weil du so mächtig bist, bestrafst du nur milde und bist voll Nachsicht gegen uns. Denn du brauchst dir deine Macht nicht eigens zu beweisen.

Gottes Verhalten als Lehre für die Frommen

19 Durch deine Milde lehrst du dein Volk, dass der Fromme Menschenliebe üben soll, und zugleich gibst du deinen Kindern die Gewissheit, dass sie in Reue zu dir kommen dürfen, wenn sie Schuld auf sich geladen haben.
20 Du bestraftest die Feinde deiner Kinder, die den Tod verdient hatten, maßvoll und nachsichtig und gabst ihnen Gelegenheit, sich zu bessern.
21 Wie viel mehr dürfen dann deine Kinder darauf hoffen, dass du ihnen ein wohlwollender Richter bist! Du hast ja mit ihren Vorfahren einen Bund geschlossen und ihnen alles Gute zugesagt.
22 Während du unsere Feinde mit tausendfachen Schlägen bestrafst, weist du uns nur väterlich zurecht. Denn du möchtest, dass wir uns deine Güte vor Augen halten, wenn wir andere richten, und auf Erbarmen hoffen, wenn wir selbst von dir gerichtet werden.

Plage durch die göttlich verehrten Frösche öffnet die Augen für den wahren Gott

23 Darum hast du auch die Menschen, die im Unverstand dahinlebten und dir nicht die Ehre gaben, durch eben das gequält, was sie als ihre Götter verehrten.
24 Sie waren einer noch größeren Verirrung zum Opfer gefallen als die anderen Völker; denn sie hielten sogar die geringsten und ekelhaftesten Tiere für Götter. Sie ließen sich täuschen wie Kinder, die noch keinen Verstand haben;
25 darum schicktest du ihnen eine Strafe, wie sie unmündigen Kindern angemessen ist, und gabst ihre Torheit dem Spott preis.
26 Wenn sie sich aber durch solchen Spott nicht warnen ließen, sollten sie deine strafende Macht voll zu spüren bekommen.
27 Das Getier, unter dem sie litten und über das sie klagten, hatten sie vorher für Götter gehalten. Als sie nun eben dadurch gequält wurden, erkannten sie dich als den wahren Gott, von dem sie zuvor nichts wissen wollten. Deshalb hatte sie ja auch diese ekelhafte Strafe getroffen.
1 Hornissen: So gibt G in Ex 23,28; Dtn 7,20; Jos 24,12 ein hebräisches Wort wieder, das eigentlich »Panik auslösender Schrecken« bedeutet.
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