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Gute Nachricht Bibel

Jiftachs Konflikt mit dem Stamm Efraïm

1 Die Männer Efraïms sammelten sich, zogen nach Zafon und machten Jiftach Vorwürfe. »Warum hast du uns nicht gerufen, als du in den Kampf gegen die Ammoniter gezogen bist?«, sagten sie. »Wir werden dir das Haus über dem Kopf anzünden!«
2 Jiftach erwiderte ihnen: »Ich musste mit meinen Leuten einen schweren Kampf gegen die Ammoniter bestehen. Ich habe euch ja gerufen, aber ihr habt mir nicht geholfen.
3 Als ich sah, dass ihr mich im Stich ließt, musste ich in eigener Verantwortung handeln, und der Herr gab die Ammoniter in meine Gewalt. Warum kommt ihr jetzt und bedroht mich?«1
4 Jiftach rief alle Männer von Gilead zusammen. Sie kämpften gegen die Männer von Efraïm und besiegten sie. Sie waren erbittert, weil die Leute von Efraïm gesagt hatten: »Ihr seid ja nur ein Anhängsel von Efraïm, euer Land Gilead liegt mitten im Gebiet von Efraïm und Manasse!«
5 Die Männer von Gilead besetzten die Jordanübergänge, die nach Efraïm führten. Wenn ein flüchtiger Efraïmit kam und hinüber wollte, fragten sie ihn: »Stammst du aus Efraïm?« Und wenn er Nein sagte,
6 forderten sie ihn auf: »Sag doch einmal Schibbolet!«2 Sagte er dann: »Sibbolet«, weil er es anders nicht aussprechen konnte, packten sie ihn und schlugen ihn nieder. Auf diese Weise fielen damals an den Jordanfurten 42000 Männer aus Efraïm.
7 Jiftach war sechs Jahre lang der Richter Israels. Als er starb, wurde er in einer der Städte Gileads bestattet.

Die Richter Ibzan, Elon und Abdon

8 Jiftachs Nachfolger als Richter Israels war Ibzan aus Betlehem.
9 Er hatte dreißig Söhne und dreißig Töchter. Alle dreißig Töchter verheiratete er nach auswärts und holte von auswärts dreißig Mädchen als Frauen für seine Söhne. Sieben Jahre lang war er der Richter Israels,
10 dann starb er und wurde in Betlehem bestattet.
11 Sein Nachfolger war Elon aus dem Stamm Sebulon. Zehn Jahre lang war er der Richter Israels,
12 dann starb er und wurde in Ajalon im Gebiet von Sebulon bestattet.
13 Sein Nachfolger war Abdon, der Sohn Hillels aus Piraton.
14 Er hatte vierzig Söhne und dreißig Enkel, die auf siebzig Eseln ritten. Acht Jahre lang war er der Richter Israels,
15 dann starb er und wurde in Piraton im Gebiet Efraïms, am Amalekiterberg, bestattet.
1 Der Druck von außen hat die stammverwandten Nachbarn nicht zusammenbringen können; und der Erfolg der einen Gruppe ruft alte Rivalitäten wieder wach; vgl. 8,1-3. Der große Stamm Efraïm erhob Anspruch auf eine führende Rolle.
2 Das Wort bedeutet Ähre und Wasserflut, doch kommt es nur auf das anlautende sch an.
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