Schließen
BibleServer ist ein auf Spenden basiertes Projekt von ERF Medien. Bereits mit 25 € unterstützen Sie den Fortbestand dieser Website.
Jetzt spenden
Hilfe

Gute Nachricht Bibel

Was Gott von seinem Volk erwartet

1 Ein Lied Asafs. Gott, der Herr, spricht,1 der Große und Mächtige! Sein Ruf schallt über die ganze Erde, von dort, wo die Sonne aufgeht, bis dorthin, wo sie versinkt.
2 Auf dem Zion, dem schönsten aller Berge, zeigt sich Gott in strahlendem Glanz.
3 Unser Gott kommt, er schweigt nicht länger. Vor ihm her läuft vernichtendes Feuer, um ihn stürmt und wütet das Wetter.
4 Himmel und Erde ruft er als Zeugen auf, denn er will sein Volk zur Rechenschaft ziehen.
5 »Holt mir die Meinen zusammen«, sagt er, »sie haben einen Bund mit mir geschlossen und sich verpflichtet, mir zu gehorchen; mit einem Opfer haben sie den Bund besiegelt.«
6 Der Himmel kann es bezeugen: Gott ist im Recht, wenn er nun Rechenschaft von ihnen fordert.
7 »Höre, mein Volk, ich habe mit dir zu reden! Israel, ich klage dich an, ich selbst, dein Gott!
8 Du bringst mir viele Opfergaben, daran habe ich nichts auszusetzen; Brandopfer bringst du mir zu jeder Zeit.
9 Aber ich nehme deine Opfer nicht an. Ich brauche ihn nicht, den Stier aus deinem Stall, auch nicht den Bock aus deinem Pferch!
10 Alle Tiere des Waldes gehören mir, das Wild auf Tausenden von Bergen ist mein Eigentum.
11 Auch die Vögel dort gehören mir und alle kleinen Tiere auf dem freien Feld.
12 Selbst wenn ich Hunger hätte, würde ich von dir nichts fordern; denn mir gehört die ganze Erde und alles, was darauf lebt.
13 Meinst du, ich esse das Fleisch von Rindern oder trinke das Blut von Böcken?2
14 Nicht Opfer will ich von dir, sondern Dank: Löse deine Versprechen ein, die du mir in Bedrängnis gegeben hast, mir, dem Höchsten, deinem Gott!
15 Bist du in Not, so rufe mich zu Hilfe! Ich werde dir helfen und du wirst mich preisen.«
16 Zu dem Ungehorsamen aber sagt Gott: »Was sprichst du ständig von meinen Geboten und berufst dich auf meinen Bund?
17 Du lässt dir ja nichts von mir sagen, jede Mahnung schlägst du in den Wind!
18 Mit Dieben freundest du dich an, bei Ehebrechern fühlst du dich zu Hause,
19 dein Mund fließt über von Lästerreden, deine Zunge knüpft lauter Lügengewebe.
20 Du ziehst über deine Mitmenschen her, sogar den eigenen Bruder verleumdest du.
21 Und ich sollte schweigen zu all diesem Unrecht? Hältst du mich etwa für deinesgleichen? Ich verlange Rechenschaft von dir, ich halte dir jede Schändlichkeit vor Augen!3
22 Ihr alle, die ihr mich vergessen habt, hört, was ich sage, nehmt es zu Herzen! Sonst schlage ich zu und es gibt keine Rettung.
23 Dank ist die Opfergabe, an der ich Freude habe; und wer auf meinen Wegen geht, erfährt meine Hilfe.«
1 Der ganze Psalm ist eine Gottesrede, die vielleicht von einem Propheten bei einem Festgottesdienst vorgetragen wurde.
2 Anders als in 40,7-8 wird hier nicht der Opferkult kritisiert, sondern ein falsches Verständnis der Opfergaben als Nahrung für Gott. Gott muss von niemand ernährt werden, ist er es doch, der alle Welt ernährt. Wenn man ihm Opfer darbringt, dann sollen sie Zeichen des Dankes sein (Vers 14).
3 Die Verse 16-21 machen deutlich, dass ein Gottesdienst ohne Gehorsam gegen Gottes Weisungen sinnlos ist und Gottes Zorn herausfordert.
© 2016 ERF Medien