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Gute Nachricht Bibel

Bring uns wieder zu dir zurück!

1 Herr, vergiss nicht, was uns zugestoßen ist! Sieh doch, wie sie uns schmähen und beschimpfen!
2 Das Land, das du uns gabst, ist in fremder Hand, Ausländer1 wohnen in unseren Häusern.
3 Unsere Väter sind im Krieg gefallen und unsere Mütter sind Witwen geworden.
4 Unser Wasser bekommen wir nur für Geld, auch Brennholz müssen wir teuer bezahlen.
5 Der Feind sitzt uns ständig im Nacken; wir sind erschöpft, doch wir dürfen nicht rasten.
6 Nach Ägypten streckten wir die Hand zum Bündnis, nach Assyrien, um uns satt zu essen.2
7 Unsere Väter sündigten – sie leben nicht mehr; wir aber müssen nun die Folgen tragen.
8 Sklaven3 sind Herren über uns geworden und niemand befreit uns aus ihrer Gewalt.
9 Die Ernte zu holen ist lebensgefährlich, weil Räuberbanden in der Steppe lauern.
10 Der Hunger quält uns und lässt uns fiebern, unsere Körper glühen wie ein Ofen.
11 In Jerusalem und den Städten Judas haben sie Frauen und Mädchen geschändet.
12 Führende Männer hat man aufgehängt und den Alten keine Achtung erwiesen.
13 Junge Männer müssen die Handmühle drehen und Knaben schwere Holzlasten schleppen.4
14 Die Alten beraten nicht mehr im Stadttor, die Jungen spielen nicht mehr auf der Laute.
15 Von Lebensfreude ist nichts mehr zu spüren, statt froher Tänze gibt es nur noch Trauer.
16 Mit unserem Glanz ist es aus und vorbei: Unsere Schuld5 hat uns ins Unglück gestürzt!
17 Unsere Herzen sind schwach und krank geworden und unsere Augen von Tränen trüb;
18 denn der Zionsberg ist ein Trümmerfeld,6 ein Ort, an dem die Schakale hausen.
19 Du aber, Herr, bleibst König für immer, dein Thron steht für alle Zeiten fest!
20 Willst du uns wirklich für immer vergessen und fern von uns bleiben, solange wir leben?
21 Herr, bring uns wieder zurück zu dir, damit wir uns wieder zu dir hinkehren!7 Lass es uns ergehen wie in früheren Zeiten und gib uns neues Leben!
22 Oder hast du uns ganz verstoßen? Soll dein Zorn nie ein Ende nehmen?
1 Babylonische Besatzung. Wasser und Brennholz sind nicht mehr frei, sondern müssen bezahlt werden - an den Feind (Verse 4-5).
2 Die eigenmächtige Bündnispolitik der Vergangenheit (siehe Vergleichsstellen) hat zum Untergang geführt.
3 Die untergeordneten Beamten und Söldner der Babylonier.
4 Dies waren Arbeiten für Sklaven und Frauen, die für einen Mann als entwürdigend galten.
5 Man empfindet sich mitverantwortlich für die Schuld der Väter (vgl. Vers 7 und Anmerkung zu 1,8).
6 Der Tempel liegt in Trümmern, wie es die Propheten vorausgesagt haben (Mi 3,12; Jer 7,14; 26,6).
7 Das Volk hat sich so weit von Gott entfernt, dass die Umkehr von diesem selbst herbeigeführt werden muss; vgl. auch Jes 6,9-10 und Anmerkung dazu.
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