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Gute Nachricht Bibel

Der zweite Freund: Böse Menschen nehmen ein böses Ende

1 Da sagte Bildad von Schuach:
2 »Wie lange redet ihr noch drumherum? Denkt nach! Dann lasst uns klar und deutlich reden!
3 Sind wir so dumm wie Vieh, wie er behauptet? Seid ihr der Meinung, dass wir unrein sind?
4 Du, Ijob, reißt dich selbst vor Wut in Stücke. Die ganze Erde soll entvölkert werden, die Felsen sollen fort von ihrer Stelle – und alles nur, damit du Recht behältst!1
5 Es bleibt dabei: Ein böser Mensch geht unter, das Licht in seinem Leben wird erlöschen, das Feuer seines Herdes nicht mehr leuchten;
6 in seinem Zelte brennt die Lampe nieder – genauso geht sein Lebensglück zu Ende.
7 Sein Schritt, sonst weit und fest, wird kurz und zögernd; er stolpert über seinen eigenen Plan.
8 Er läuft ins Netz, fällt durch das Zweiggeflecht, das er einst selber auf die Grube legte.
9 Die Falle springt und packt ihn an der Ferse, die Schlinge zieht sich zu und hält ihn fest.
10 Ein Fallstrick liegt versteckt vor ihm am Boden, die Falle wartet schon auf seinem Weg.
11 Von überall bedrängen ihn die Schrecken, sie jagen ihn auf Schritt und Tritt in Angst.
12 Der Hunger raubt ihm seine letzte Kraft, das Unglück ist sein ständiger Begleiter.
13 Und auch die Krankheit kommt, des Todes Tochter, lässt seine Haut und seine Glieder faulen.
14 Aus seinem sicheren Zelt wird er vertrieben, um vor den Herrn der Totenwelt zu treten.
15 Das herrenlose Zelt ist frei für jeden; wo der Verfemte wohnte, streut man Schwefel.2
16 Er gleicht dem Baum: Die Wurzel ist verdorrt, und seine Zweige oben sind verwelkt.
17 Sein Name wird im ganzen Land vergessen, bald kann sich niemand mehr an ihn erinnern.
18 Aus der bewohnten Welt ist er verbannt und aus dem Licht ins Dunkel fortgetrieben.
19 Kein Kind, kein Enkel setzt die Sippe fort, an seinem Wohnort überlebt nicht einer.
20 Entsetzen herrscht im Osten wie im Westen bei allen, die von diesem Schicksal3 hören.
21 Ja, so geht's denen, die das Unrecht lieben; wer nicht nach Gott fragt, nimmt ein solches Ende.«
1 Die verzweifelte Klage Ijobs (17,9-16) hat Bildad nur als Rechthaberei verstanden. Darum schildert auch er im Folgenden das Schicksal der Bösen.
2 Durch Schwefelstreuen sollte das Land symbolisch gereinigt werden oder es drückte die Verfluchung aus.
3 von diesem Schicksal: wörtlich von seinem (Gerichts)tag.
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