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Gute Nachricht Bibel

Das Strafgericht über Jerusalem

1 Dann sagte der Herr: »Du Mensch, nimm ein scharfes Schwert! Schere dir damit den Kopf kahl und schneide dir den Bart ab. Teile die Haare auf der Waage in drei Teile.
2 Und wenn die belagerte Stadt sturmreif ist, dann verbrenne das erste Drittel mitten in der Stadt,1 zerhaue das zweite Drittel mit dem Schwert draußen vor ihren Toren und das letzte Drittel streue in den Wind. Denn so werde ich ihre Bewohner mit gezogenem Schwert wegtreiben.
3 Nur ganz wenige Haare sollst du retten und in den Saum deines Gewandes einbinden.
4 Aber auch von ihnen sollst du noch einmal einen Teil nehmen und ins Feuer werfen. Das Feuer wird sich ausbreiten und das ganze Volk Israel vernichten.
5 Sag zu den Leuten von Israel: ›So spricht der Herr, der mächtige Gott: Diese belagerte Stadt ist Jerusalem! Ich habe sie zum Mittelpunkt aller Länder gemacht,
6 aber sie lehnte sich gegen mich auf und gehorchte mir nicht. Ihre Bewohner trieben es schlimmer als alle Völker ringsum. Sie missachteten meine Gebote und traten mein Gesetz mit Füßen.
7 Ihr Leute von Jerusalem, hört, was ich, der mächtige Gott, euch sage! Von meiner Rechtsordnung wolltet ihr nichts wissen, aber hättet ihr euch doch wenigstens nach den Gesetzen gerichtet, die bei euren Nachbarvölkern gelten! Weil ihr noch widerspenstiger seid als sie,
8 sehe ich nun nicht länger zu. Ich, der mächtige Gott, vollziehe an euch mein Strafgericht vor den Augen der fremden Völker.
9 Weil ihr euch mit den abscheulichen Götzen abgegeben habt, strafe ich euch so furchtbar, wie ich es noch nie getan habe und in aller Zukunft nicht schlimmer tun kann.
10 Die Not wird so groß sein, dass der Vater seinen Sohn aufisst und der Sohn seinen Vater. Ich vollziehe mein Gericht an euch, und den Rest, der die Katastrophe überlebt, zerstreue ich in alle Winde.
11 Ihr habt meinen heiligen Tempel mit eurem abscheulichen Götzendienst entweiht,2 deshalb habe ich keine Nachsicht, kein Erbarmen mit euch. Ich werde Jerusalem kahl scheren!
12 Ein Drittel von euch soll in der Stadt durch Pest und Hunger umkommen, ein weiteres Drittel vor der Stadt mit dem Schwert erschlagen werden, den Rest aber zerstreue ich in alle Winde; mit gezogenem Schwert treibe ich sie vor mir her.
13 Ihr sollt meinen ganzen Zorn zu spüren bekommen; ich will meine Wut an euch stillen und euch alle Untaten heimzahlen, damit ihr erkennt, dass es mir ernst war mit meinen Warnungen.
14-15 Ich mache dich, Jerusalem, zu einem Trümmerhaufen, sodass alle Völker ringsum über dich spotten; jeder Fremde, der vorbeigeht, wird dich verhöhnen. Die Nachbarvölker werden sich entsetzen und es sich zur Warnung dienen lassen, wenn sie sehen, wie hart ich dich in meinem Zorn bestrafe. Ich habe es gesagt, der Herr, der mächtige Gott.
16-17 Ich schieße meine tödlichen Pfeile3 gegen euch ab, um euch zu vernichten, und ich sende euch Hunger und wilde Tiere, denen eure Kinder zum Opfer fallen; Seuche und Schwert lasse ich unter euch wüten. Ich habe es gesagt, der Herr, der mächtige Gott.‹«
1 D.h. an der entsprechenden Stelle auf der Tontafel von 4,1. Die Zeichenhandlungen spielen im Haus Ezechiëls(3,24).
2 Eine Anschauung davon vermittelt 8,7-18.
3 Es folgt noch des Hungers, doch sind die Pfeile offensichtlich Bild für die Pest.
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