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Gute Nachricht Bibel

1 Mose rief alle Israeliten zusammen und sagte zu ihnen: »Ihr habt miterlebt, was der Herr in Ägypten getan hat, wie er den Pharao, seine Minister und das ganze Volk seine Macht spüren ließ.
2 Mit eigenen Augen habt ihr gesehen, was für Staunen erregende Wunder der Herr vollbracht hat und welche schrecklichen Plagen er über die Ägypter kommen ließ.
3 Aber erst heute öffnet der Herr euch Augen, Ohren und Verstand für das, was damals geschehen ist.
4 Vierzig Jahre lang habe ich euch durch die Wüste geführt und eure Kleider und Schuhe sind nicht zerschlissen.
5 Ihr hattet weder Brot zu essen noch Wein oder Bier zu trinken. Der Herr selbst hat für euch gesorgt, damit ihr erkennt, was für ein Gott das ist, der euch zu seinem Volk gemacht hat.
6 Als wir in diese Gegend kamen, zogen die Könige Sihon von Heschbon und Og von Baschan gegen uns aus, aber wir konnten sie besiegen,
7 ihnen ihr Land wegnehmen und es unter die Stämme Ruben und Gad und den halben Stamm Manasse verteilen.
8 Darum bleibt dem Bund treu, den der Herr mit euch schließt, und erfüllt alle eure Verpflichtungen; dann wird euch alles gelingen, was ihr tut.«

Der Bund gilt für alle Generationen

9 »Ihr alle habt euch heute vor dem Herrn, eurem Gott, aufgestellt: die Oberhäupter der Stämme, die Ältesten, die Aufseher und alle Männer Israels,
10 dazu die Frauen und Kinder und die Fremden, die bei euch leben, bis hin zu den Holzhauern und Wasserträgern.
11-12 Mit euch allen will der Herr heute seinen Bund schließen. Er erklärt hiermit feierlich, dass ihr sein Volk seid und er euer Gott ist, wie er euch das versprochen und wie er es euren Vorfahren Abraham, Isaak und Jakob mit einem Eid zugesichert hat. Er fordert euch auf, in diesen Bund einzuwilligen und die Verpflichtungen zu übernehmen, die darin eingeschlossen sind.
13-14 Aber nicht nur mit euch, die ihr heute vor dem Herrn, eurem Gott, steht, wird dieser Bund geschlossen, sondern zugleich mit euren Nachkommen, die noch nicht geboren sind.«

Warnung vor Götzendienst

15 »Ihr habt unter den Ägyptern gelebt und seid dann durch das Gebiet fremder Völker gezogen, durch das euer Weg führte.
16 Ihr habt die verabscheuenswerten Götzen all dieser Völker gesehen, Bilder aus Holz, Stein, Silber und Gold.
17 Gebt Acht, dass niemand unter euch, kein Mann und keine Frau, keine Sippe, kein Stamm, sich heute vom Herrn, unserem Gott, abwendet, um den Göttern dieser Völker zu dienen. Daraus könnte nur Unheil und Verderben für uns alle erwachsen.
18 Wenn der Fluch ausgesprochen wird, der jeden treffen soll, der den Bund mit dem Herrn verletzt, darf es niemand unter euch geben, der heimlich bei sich sagt: ›Für mich soll das nicht gelten! Mich möge kein Unglück treffen, wenn ich es trotzdem tue, damit endlich die Dürre aufhört!‹1
19 Wer so etwas tut, fordert den Zorn des Herrn heraus. Alle Drohungen, die in diesem Buch aufgeschrieben sind, werden an ihm in Erfüllung gehen und der Herr wird ihn vollständig vernichten. Für ein solches Vergehen gibt es keine Vergebung.
20 Der Herr wird ihn aus den Stämmen Israels ausstoßen und dem Untergang ausliefern; alle Strafen werden ihn treffen, die in diesem Gesetzbuch dem angedroht werden, der den Bund mit dem Herrn bricht.
21-22 Wenn ihr dem Herrn untreu werdet, wird er Seuchen und Katastrophen über das Land hereinbrechen lassen. Es wird aussehen wie nach dem Untergang von Sodom und Gomorra oder von Adma und Zebojim, die der Herr in seinem Zorn vernichtet hat: der Boden völlig ausgebrannt, von Schwefel und Salz bedeckt; es lässt sich nichts darauf aussäen, nicht ein Grashalm wächst darauf.
23 Alle Völker werden dann sagen: ›Warum hat der Herr dieses Land so hart bestraft? Was ist der Grund für seinen schrecklichen Zorn?‹
24 Und man wird ihnen antworten: ›Das kommt davon, dass seine Bewohner dem Bund untreu geworden sind, den der Herr, der Gott ihrer Vorfahren, mit ihnen schloss, als er sie aus Ägypten herausführte.
25 Sie wandten sich von ihrem Gott ab und beteten andere Götter an, von denen sie vorher nichts wussten und deren Verehrung er ihnen verboten hatte.
26 Deshalb wurde der Herr zornig auf dieses Land und ließ alle Drohungen in Erfüllung gehen, die in diesem Buch aufgeschrieben sind.
27 In seinem glühenden Zorn riss er die Bewohner aus ihrem Land aus und schleuderte sie in ein fremdes Land, wo sie noch heute sind.‹
28 Seinen verborgenen Plan kennt der Herr, unser Gott, allein; aber seinen Willen hat er uns und unseren Nachkommen für alle Zeiten klar und deutlich verkündet, damit wir stets nach den Geboten leben, die er uns in diesem Gesetzbuch gegeben hat.«
1 In Kanaan und weit darüber hinaus galt der Gott als der Spender von Regen und Fruchtbarkeit. Für die Israeliten, die mit der Einwanderung ins Land aus Nomaden zu Bauern werden, ist die Versuchung groß, zugleich mit der Ackerbaukultur auch die zugehörigen Götter zu übernehmen, die sich als Segensspender »bewährt« haben. Daher der Kampf gegen den Baalsdienst bei den Propheten von Elija an (1Kön 18).
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