1Wer glaubt, dass in Jesus der Sohn Gottes erschienen ist,1 hat Gott zum Vater. Und wer den Vater liebt, der ihn gezeugt hat, wird auch alle anderen lieben, die vom selben Vater stammen.
2Doch ob wir die Kinder Gottes auch wirklich lieben, das erkennen wir daran, dass wir Gott lieben, und das heißt: seine Gebote befolgen.2
3Die Liebe zu Gott ist nur echt, wenn wir nach seinen Geboten leben. Und seine Gebote sind nicht schwer zu befolgen;
4denn alle, die Gott zum Vater haben, siegen über die Welt. Der Sieg über die Welt ist schon errungen – unser Glaube ist dieser Sieg!
5Denn wer kann die Welt besiegen? Nur wer im Glauben daran festhält, dass Jesus der Sohn Gottes ist!
6Jesus Christus kam zu uns mit dem Wasser seiner Taufe und mit dem Blut seines Todes. Er kam nicht allein mit dem Wasser, sondern mit Wasser und mit Blut.3 Der Geist bezeugt dies, und der Geist sagt die Wahrheit.
9Wenn wir schon die Zeugenaussage von Menschen annehmen, dann hat die Zeugenaussage Gottes noch viel mehr Gewicht. Es ist die Aussage, mit der Gott für seinen Sohn eingetreten ist.
10Wer den Sohn Gottes anerkennt,4 trägt dieses Zeugnis in seinem Herzen. Wer Gott nicht glaubt, macht ihn zum Lügner; denn er verwirft die Aussage, die Gott über seinen Sohn gemacht hat.
11Diese besagt: Gott hat uns ewiges Leben gegeben, und wir erhalten dieses Leben durch seinen Sohn.
12Wer den Sohn Gottes hat, hat auch das Leben. Wer aber den Sohn nicht hat, hat auch das Leben nicht.
13Ich habe euch diesen Brief geschrieben, damit euch aufs Neue bewusst wird: Ihr habt das ewige Leben, so gewiss ihr euch zu seinem Sohn Jesus Christus bekennt.5
14Wir sind Gott gegenüber voller Zuversicht, dass er uns hört, wenn wir ihn um etwas bitten, das seinem Willen entspricht.
15Und wenn wir wissen, dass er uns hört bei allem, was wir bitten, dann wissen wir auch, dass wir schon haben, worum wir ihn bitten.
16Wenn jemand sieht, dass sein Bruder oder seine Schwester6 eine Sünde tut, eine solche, die nicht zum Tod führt, dann soll er zu Gott beten, und Gott wird dem Bruder oder der Schwester das Leben geben. Das betrifft die, deren Sünden nicht zum Tod führen. Es gibt eine Sünde, die den Tod bringt.7 In einem solchen Fall sage ich nicht, dass ihr beten sollt.
17Jedes Unrecht ist Sünde. Aber nicht jede Sünde führt zum Tod.
18Wir wissen: Wer Gott zum Vater hat, sündigt nicht; denn der Sohn des Vaters schützt ihn, und der Teufel kann ihm nicht schaden.
19Wir wissen, dass wir von Gott stammen; doch die ganze Welt ist in der Gewalt des Teufels.
20Wir wissen aber: Der Sohn Gottes ist gekommen und hat uns die Augen geöffnet, damit wir den einzig wahren Gott erkennen. Wir sind mit dem einzig wahren Gott verbunden, so gewiss wir verbunden sind mit seinem Sohn Jesus Christus. Der ist der einzig wahre Gott, der ist das ewige Leben.8
21Meine Kinder, hütet euch vor den falschen Göttern!
1 dass in Jesus ...: wörtlich dass Jesus der Christus ist. Vgl. Anmerkung zu 2,22.
2 Vgl. 3,4 und die Anmerkung dort.
3 Im ersten Satz wörtlich kam durch Wasser und Blut. Die Aussage richtet sich gegen die in dem Brief bekämpften Irrlehrer. Nach ihnen war es für die Rettung der Menschen allein wichtig, dass der Sohn Gottes in die Welt kam und dort als solcher offenbar wurde (durch die Himmelsstimme bei der Jordantaufe: Wasser); der schmachvolle Tod am Kreuz (Blut) hatte für sie keinerlei Heilsbedeutung (vgl. Sacherklärung »«).
4 Wörtlich Wer an den Sohn Gottes glaubt.
5 zu seinem Sohn ...: wörtlich an den Namen seines Sohnes ... glaubt.
6 Wörtlich sein Bruder, entsprechend in der Fortsetzung; siehe Anmerkung zu 2,9.
7 Von solcher Sünde ist auch Hebr 6,4-8; 10,26-31; 12,15-17; 2Petr 2,20-22 die Rede. Gemeint ist dort wie wohl auch hier (vgl. Verse 21 und 20) der Rückfall in den Götzendienst bzw. Abfall vom Glauben. Zur Unterlassung der Fürbitte (siehe folgender Satz) vgl. Joh 17,9; ferner Jer 7,16 und Verweisstellen dort.