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Elberfelder Bibel

1 Worte Lemuëls, des Königs von Massa, mit denen1 seine Mutter ihn unterwies:
2 Was, mein Sohn was, Lemuël, mein Erstgeborener, soll ich dir sagen2 und was, du Sohn meines Leibes, und was, du Sohn meiner Gelübde?
3 Gib nicht den Frauen deine Kraft, noch deine Wege denen, die Könige auslöschen3.
4 Nicht für Könige ziemt es sich, Lemuël, nicht für Könige, Wein zu trinken, noch für Fürsten zu fragen: Wo ist Rauschtrank?
5 Sonst trinkt einer und vergisst, was vorgeschrieben ist, und verändert den Rechtsanspruch aller Elenden4.
6 Gebt Rauschtrank dem Mutlosen und Wein den Verbitterten5!
7 Ein solcher mag trinken und seine Armut vergessen und an seine Mühsal nicht mehr denken.
8 Öffne deinen Mund für den Stummen, für den Rechtsanspruch aller Schwachen6!
9 Öffne deinen Mund, richte gerecht und schaffe Recht dem Elenden und Armen!
10 7Eine tüchtige Frau - wer findet sie? Weit über Korallen geht ihr Wert8.
11 Ihr vertraut das Herz ihres Mannes9, und an Ausbeute10 wird es ihm nicht fehlen.
12 Sie erweist ihm Gutes und nichts Böses alle Tage ihres Lebens.
13 Sie kümmert sich um Wolle und Flachs und arbeitet dann mit Lust ihrer Hände11.
14 Sie gleicht Handelsschiffen, von weit her holt sie ihr Brot herbei.
15 Und sie steht auf, wenn es noch Nacht ist, und gibt Speise ihrem Haus und das Angemessene ihren Mägden.
16 Sie hält Ausschau nach einem Feld und erwirbt es; von der Frucht ihrer Hände pflanzt sie einen Weinberg.
17 Sie gürtet ihre Lenden mit Kraft und macht ihre Arme stark.
18 Sie merkt, dass ihr Erwerb gut ist; auch nachts erlischt ihre Lampe nicht.
19 Sie streckt ihre Hände aus nach der Spinnrolle, und ihre Finger ergreifen die Spindel.
20 Ihre Hand öffnet sie dem Elenden und streckt ihre Hände dem Armen entgegen.
21 Nicht fürchtet sie für ihr Haus den Schnee, denn ihr ganzes Haus ist in Karmesinstoffe gekleidet12.
22 Decken macht sie sich; Byssus und roter Purpur sind ihr Gewand.
23 Ihr Mann ist bekannt in den Toren, wenn er Sitzung hält mit den Ältesten des Landes.
24 Kostbare Hemden macht sie und verkauft sie, und Gürtel liefert sie dem Kaufmann13.
25 Kraft und Hoheit sind ihr Gewand, und unbekümmert lacht sie dem nächsten Tag zu.
26 Ihren Mund öffnet sie mit Weisheit, und freundliche14 Weisung ist auf ihrer Zunge.
27 Sie überwacht die Vorgänge in ihrem Haus, und das Brot der Faulheit isst sie nicht.
28 Es treten ihre Söhne auf und preisen sie glücklich, ihr Mann15 tritt auf und rühmt sie:
29 Viele Töchter haben sich als tüchtig erwiesen, du aber übertriffst sie alle!
30 Trügerisch16 ist Anmut und nichtig17 die Schönheit; eine Frau aber, die den HERRN fürchtet, die soll man rühmen.
31 Gebt ihr von der Frucht ihrer Hände, und in den Toren sollen ihre Werke sie rühmen!
1 so mit anderer Zeichensetzung; Mas. T.: Worte des Königs Lemuël, Ausspruch, womit; andere üs.: Worte an Lemuël, den König von Massa
2 so mit LXX; im Mas. T. fehlt dieses Satzstück
3 T.; Mas. T.: deine Wege dazu, Könige auszulöschen
4 w. aller Söhne des Elends
5 w. denen mit bitterer Seele
6 o. aller Dahinschwindenden; w. aller Söhne des Vergehens
7 Die V. 10-31 sind ein Akrostichon, d. h., im Hebr. folgen die Anfangsbuchstaben der einzelnen Verse der alphabetischen Ordnung.
8 w. ihr Kaufpreis
9 w. ihres Eheherrn
10 nach anderen: an Nachkommen
11 o. was ihren Händen gefällt
12 LXX und Vulg.: ist doppelt eingekleidet
13 o. dem Kanaanäer
14 o. gütige
15 w. ihr Eheherr
16 w. Lüge
17 w. ein Windhauch
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