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Elberfelder Bibel

1 Ein Mann, der trotz Ermahnungen1 halsstarrig bleibt, wird plötzlich zerschmettert werden ohne Heilung.
2 Wenn die Gerechten zahlreich sind2, freut sich das Volk; wenn aber ein Gottloser herrscht, seufzt das Volk.
3 Ein Mann, der Weisheit liebt, erfreut seinen Vater; wer sich aber mit Huren einlässt, richtet den Besitz zugrunde.
4 Ein König gibt durch das Recht dem Land Bestand; aber wer nur Abgaben erhebt3, zerstört es.
5 Ein Mann, der seinem Nächsten schmeichelt, breitet ein Fangnetz vor seinen Schritten aus.
6 Im Verbrechen des bösen Menschen liegt eine Falle für ihn; aber der Gerechte jauchzt4 und ist fröhlich.
7 Der Gerechte ist bedacht auf den Rechtsanspruch der Geringen; der Gottlose versteht sich nicht auf Erkenntnis.
8 Spötter versetzen eine Stadt in Aufruhr5, Weise aber wenden den Zorn ab.
9 Tritt ein weiser Mann mit einem närrischen Mann vor Gericht, tobt der und lacht, aber es gibt keine Ruhe.
10 Blutmenschen hassen den Unschuldigen6, aber die Aufrichtigen suchen das Beste für sein Leben7.
11 Seinen ganzen Unmut lässt der Tor herausfahren, aber der Weise beschwichtigt ihn zuletzt8.
12 Ein Herrscher, der auf Lügenrede achtet, dessen Diener sind alle gottlos.
13 Der Arme und der Unterdrücker9 begegnen sich; der ihrer beider Augen hell macht10, ist der HERR.
14 Ein König, der die Geringen in Wahrhaftigkeit richtet11, dessen Thron wird fest stehen für immer.
15 Rute und Ermahnung12 geben Weisheit; aber ein sich selbst überlassener Junge macht seiner Mutter Schande.
16 Wenn die Gottlosen zahlreich werden, werden zahlreich die Verbrechen13; aber die Gerechten werden ihrem Sturz zusehen14.
17 Züchtige deinen Sohn, so wird er dich erquicken und dir Freude machen15.
18 Wenn keine Offenbarung16 da ist, verwildert ein Volk; aber wohl ihm, wenn es das Gesetz beachtet!
19 Durch Worte lässt sich ein Sklave nicht belehren; denn er versteht zwar, aber er kehrt sich nicht daran17.
20 Siehst du einen Mann, der sich in seinen Worten überhastet - für einen Toren gibt es mehr Hoffnung als für ihn.
21 Wenn einer seinen Sklaven von Jugend auf verhätschelt, so wird der zuletzt rebellisch.
22 Ein zorniger Mann erregt Streit18, und ein Hitziger ist reich an Vergehen.
23 Der Hochmut eines Menschen erniedrigt ihn; der Demütige19 aber erlangt Ehre.
24 Wer mit einem Dieb teilt, hasst sein Leben20; er hört den Fluch, aber zeigt es nicht an.
25 Menschenfurcht stellt eine Falle; wer aber auf den HERRN vertraut, ist in Sicherheit.
26 Viele suchen das Angesicht eines Herrschers, doch von dem HERRN kommt das Recht eines Mannes21.
27 Ein Gräuel für die Gerechten ist der Übeltäter, aber ein Gräuel für den Gottlosen ist, wer redlich seinen Weg geht.
1 o. Warnungen; o. Rügen
2 Andere üs. mit Textänderung: herrschen
3 w. aber ein Mann der Abgaben
4 mit einer hebr. Handschr.: läuft
5 w. fachen eine Stadt an
6 o. den Untadeligen; o. den Rechtschaffenen
7 o. seine Seele. - Andere üs.: und den Aufrichtigen trachten sie nach dem Leben
8 mit einer hebr. Handschr.: aber der Weise vergisst ihn zuletzt; d. i. den Unmut
9 w. der Mann der Bedrängungen o. Gewalttätigkeiten
10 s. Anm. zu Ps 13,4
11 o. den Geringen in Treue Recht schafft
12 o. Rüge
13 w. wird zahlreich das Verbrechen
14 o. sich an ihrem Sturz weiden
15 w. so wird er dich in Ruhe lagern lassen und deiner Seele Leckerbissen bereiten
16 w. keine Vision
17 w. er antwortet nicht
18 o. zettelt schnell einen Prozess an
19 w. der mit niedrigem Geist
20 o. seine Seele
21 o. kommt Rechtsspruch für jeden
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