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Elberfelder Bibel

1 Wie Schnee im Sommer und wie Regen in der Ernte, so unpassend ist Ehre für einen Toren.
2 Wie der Sperling hin und her flattert, wie die Schwalbe wegfliegt, so ein unverdienter Fluch: er trifft nicht ein.
3 Die Peitsche für das Pferd, der Zaum für den Esel und der Stock für den Rücken der Toren.
4 Antworte dem Toren nicht nach seiner Narrheit, damit nicht auch du ihm gleich wirst!
5 Antworte dem Toren nach seiner Narrheit, damit er nicht weise bleibt in seinen Augen!
6 Es verstümmelt sich die Füße, es trinkt Gewalttat1, wer Nachricht sendet durch einen Toren.
7 Schlaff hängen die Schenkel am Lahmen herab, so ist ein Weisheitsspruch im Mund der Toren.
8 Wie das Festbinden eines Steines in einer Schleuder2, so ist, wer einem Toren Ehre erweist.
9 Ein Dornzweig geriet in die Hand eines Betrunkenen und ein Weisheitsspruch in den Mund von Toren.
10 Ein Schütze, der alles verwundet, so ist, wer einen Toren in Dienst nimmt und Vorübergehende in Dienst nimmt3.
11 Wie ein Hund, der zurückkehrt zu seinem Gespei, so ist ein Tor, der seine Narrheit wiederholt.
12 Siehst du einen Mann, der in seinen Augen weise ist - für einen Toren gibt es mehr Hoffnung als für ihn.
13 Der Faule spricht: Ein Junglöwe ist auf dem Weg, ein Löwe mitten auf den Plätzen!
14 Die Tür dreht sich in ihrer Angel und der Faule auf seinem Bett.
15 Hat der Faule seine Hand in die Schüssel gesteckt, ist es ihm zu beschwerlich, sie an seinen Mund zurückzubringen.
16 Der Faule ist in seinen Augen weiser als sieben, die verständig antworten.
17 Der packt einen Hund bei den Ohren, wer im Vorbeigehen sich über einen Streit ereifert4, der ihn nichts angeht.
18 Wie ein Wahnsinniger, der Brandgeschosse, Pfeile und Tod schleudert,
19 so ist ein Mann, der seinen Nächsten betrügt und dann sagt: Habe ich denn nicht nur Spaß gemacht?
20 Wo das Holz zu Ende geht, erlischt das Feuer; und wo kein Verleumder ist, kommt der Zank zur Ruhe.
21 Kohle zur Kohlenglut5 und Holz zum Feuer und einen zänkischen Mann, um Streit zu entfachen.
22 Die Worte des Verleumders sind wie Leckerbissen6, und sie gleiten hinab in die Kammern des Leibes.
23 Silberglasur, auf Tongeschirr gebracht, so sind feurige Lippen7 und ein böses Herz.
24 Mit seinen Lippen verstellt sich der Hasser, aber in seinem Innern hegt er Betrug.
25 Wenn er seine Stimme lieblich macht, traue ihm nicht! Denn sieben Gräuel sind in seinem Herzen.
26 Mag sich der Hass verbergen8 in Täuschung, seine Bosheit wird doch in der Versammlung enthüllt werden.
27 Wer eine Grube gräbt, fällt selbst hinein; und wer einen Stein wälzt, auf den rollt er zurück.
28 Eine Lügenzunge hasst die von ihr Zermalmten9; und ein glatter Mund bereitet Sturz.
1 Andere üs. mit Textänderung: Es entblößt sein Gesäß; d. h. es bringt sich in Schande
2 Wortbedeutung unsicher; viell. auch: Wie ein Bündel Edelsteine auf einem Steinhaufen
3 Andere üs. mit Textänderung: Ein Schütze, der alle Vorübergehenden verwundet, so ist einer, der einen Toren oder einen Betrunkenen in Dienst nimmt
4 o. Der packt einen vorüberlaufenden Hund bei den Ohren, wer sich über einen Streit ereifert
5 Andere üs. in Anlehnung an LXX: Den Blasebalg zur Kohlenglut
6 w. wie Speisen, die man gierig verschlingt
7 LXX: glatte Lippen
8 die alten Üs.: Mag einer seinen Hass auch verbergen
9 der Text ist unsicher; LXX: hasst Wahrheit; andere üs. mit Textänderung: bringt Zusammenbruch
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