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Elberfelder Bibel

1 Ein Spötter ist der Wein, ein Lärmer der Rauschtrank; und jeder, der davon taumelt, ist unweise.
2 Wie das Knurren eines Junglöwen ist der Schrecken1 des Königs, wer sich seinen Zorn zuzieht, verwirkt sein Leben2.
3 Ehre ist es dem Mann, vom Streit abzulassen3, jeder Narr aber fängt Streit an4.
4 Im Winter pflügt der Faule nicht; sucht er zur Erntezeit, dann ist nichts da.
5 Tiefes Wasser ist der Ratschluss im Herzen des Mannes, aber ein verständiger Mann schöpft ihn herauf.
6 Die meisten Menschen rufen ihre eigene Frömmigkeit aus5; aber einen zuverlässigen Mann, wer findet ihn?
7 Wer in seiner Lauterkeit als Gerechter lebt6 - glücklich seine Kinder nach ihm!
8 Ein König, der auf dem Richterstuhl sitzt, sondert mit seinen Augen alles Böse aus.
9 Wer darf sagen: Ich habe mein Herz rein gehalten, ich bin rein von meiner Sünde?
10 Zweierlei Gewichtsteine, zweierlei Efa, sie sind alle beide ein Gräuel für den HERRN.
11 Schon in seinen Taten gibt sich ein Junge zu erkennen, ob sein Handeln lauter und ob es redlich ist.
12 Das hörende Ohr und das sehende Auge, der HERR hat sie alle beide gemacht.
13 Liebe nicht den Schlaf, damit du nicht verarmst; halte deine Augen offen, dann kannst du dich an Brot satt essen!
14 Schlecht, schlecht!, sagt der Käufer; und wenn er weggeht, dann rühmt er sich.
15 Es gibt Gold und viele Korallen; aber ein kostbarer Schmuck sind Lippen der Erkenntnis.
16 Nimm ihm das Gewand, denn er hat für einen Fremden gebürgt; und wegen der Ausländer7 pfände ihn!
17 Süß schmeckt dem Mann das Brot der Lüge8, aber hinterher ist sein Mund voller Kies.
18 Pläne kommen durch Beratung zustande, und mit weiser Überlegung9 führe Krieg!
19 Wer Anvertrautes preisgibt10, geht als Verleumder umher; und mit dem, der seine Lippen aufsperrt, lass dich nicht ein!
20 Wer seinem Vater oder seiner Mutter flucht, dessen Leuchte wird erlöschen in tiefster Finsternis11!
21 Ein Erbe, schnell erworben12 im Anfang, wird an seinem Ende nicht gesegnet sein.
22 Sage nicht: Ich will Böses vergelten! Harre auf den HERRN, so wird er dich retten13!
23 Ein Gräuel sind für den HERRN zweierlei Gewichtsteine, und trügerische Waagschalen sind nicht gut.
24 Vom HERRN sind die Schritte des Mannes bestimmt; und der Mensch, wie sollte er seinen Weg verstehen?
25 Eine Falle für den Menschen ist es, vorschnell zu sagen: Geheiligt! - und erst nach den Gelübden zu überlegen.
26 Ein weiser König sondert die Gottlosen aus und lässt das Rad über sie gehen14.
27 Der Geist des Menschen ist eine Leuchte des HERRN15, durchforscht alle Kammern des Leibes.
28 Güte16 und Treue behüten den König, und durch Güte stützt er seinen Thron.
29 Der Schmuck der jungen Männer ist ihre Kraft, graues Haar aber die Zierde der Alten.
30 Blutige Striemen17 reinigen den Bösen18, und Schläge die Kammern des Leibes.
1 Andere üs. mit Textänderung: der Grimm
2 o. sündigt gegen sich selbst o. gegen seine Seele
3 o. dem Streit fernzubleiben
4 w. bricht los
5 o. preisen alle ihre Gnade an
6 w. wandelt
7 so mit der Schreibform des Mas. T. und Vulg.; mit der Leseform: wegen der Ausländerin
8 o. des Betrugs
9 o. mit kluger Lenkung
10 w. Wer geheime Beratung aufdeckt
11 w. im Augapfel der Finsternis
12 so mit der Leseform des Mas. T.; mit der Schreibform: Ein Erbe, verachtet
13 o. dir helfen
14 Andere üs. mit Textänderung: und lässt ihre Schuld über sie kommen
15 Andere üs. mit Textänderung: Der HERR bewacht den Atem des Menschen
16 o. Gnade; d. h. der Erweis der königlichen Gnade
17 w. Striemen der Wunde
18 Andere üs. mit Änderung der Vokale: reinigen den Willen
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