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Elberfelder Bibel

1 Besser ein trockener Bissen und Ruhe1 dabei als ein Haus voller Festspeisen, aber Streit dabei2.
2 Ein verständiger Knecht wird Herr über einen schandbaren Sohn3, und mitten unter den Brüdern wird er die Erbschaft teilen.
3 Der Schmelztiegel für das Silber und der Ofen für das Gold; aber ein Prüfer der Herzen ist der HERR.
4 Ein Übeltäter hört auf die Lippe des Unheils, ein Lügner4 schenkt Gehör der Zunge des Verderbens.
5 Wer den Armen verspottet, verhöhnt den, der ihn gemacht hat; wer sich über Unglück freut, bleibt nicht ungestraft.
6 Die Krone der Alten sind Kindeskinder, und der Kinder Schmuck sind ihre Väter.
7 Zu einem Törichten passt überragende Rede5 nicht; wie viel weniger zu einem Edlen lügnerische Rede!
8 Ein Zauberstein6 ist die Bestechung in den Augen ihres Gebers7; wohin er sich wendet, hat er Erfolg.
9 Wer Vergehen zudeckt, strebt nach Liebe; wer aber eine Sache immer wieder aufrührt8, entzweit Vertraute.
10 Zurechtweisung dringt bei einem Verständigen tiefer ein als hundert Schläge bei einem Toren.
11 Nur Aufruhr sucht der Böse; aber ein grausamer Bote wird gegen ihn gesandt.
12 Mag einem eine Bärin, die der Jungen beraubt ist, begegnen, nicht aber ein Tor in seiner Narrheit!
13 Wer Gutes mit Bösem vergilt, von dessen Haus wird das Böse nicht weichen.
14 Wie einer, der Wasser entfesselt, so ist der Anfang eines Streites; bevor also der Rechtsstreit losbricht, lass ab!
15 Wer den Schuldigen9 gerecht spricht und wer den Gerechten für schuldig10 erklärt - ein Gräuel für den HERRN sind sie alle beide.
16 Wozu denn Geld in der Hand des Toren? Um Weisheit zu kaufen, da ihm doch der Verstand fehlt?
17 Ein Freund liebt zu jeder Zeit, und als Bruder für die Not wird er geboren11.
18 Ein Mensch ohne Verstand ist, wer Handschlag gibt, wer Bürgschaft leistet gegenüber seinem Nächsten.
19 Wer Zank liebt, liebt Vergehen; wer seine Tür12 hoch macht, sucht Bruch.
20 Wer verschlagenen13 Herzens ist, findet kein Glück; und wer sich mit seiner Zunge windet, fällt ins Unglück.
21 Wer einen Toren zeugt, dem bringt es Kummer, und keine Freude hat der Vater eines Narren14.
22 Ein fröhliches Herz bringt gute Besserung, aber ein niedergeschlagener Geist dörrt das Gebein aus.
23 Bestechung aus dem Gewandbausch nimmt der Gottlose an, um die Pfade des Rechts zu beugen.
24 Der Verständige hat die Weisheit vor dem Angesicht, aber die Augen des Toren sind am Ende der Erde.
25 Ein törichter Sohn bedeutet für seinen Vater Verdruss und Bitternis für die, die ihn geboren hat.
26 Schon Geldstrafe für den Gerechten ist nicht gut, aber Edle zu schlagen, ist gegen das Recht.
27 Wer seine Worte zügelt, besitzt Erkenntnis; und wer kühlen Geist bewahrt, ist ein verständiger Mann.
28 Auch ein Narr, wenn er schweigt, kann als weise gelten, wenn er seine Lippen verschließt, als verständig.
1 w. Sorglosigkeit
2 w. als ein Haus voller Schlachtopfer des Streites
3 o. einen Sohn, der schändlich handelt
4 T.; Mas. T.: die Lüge
5 LXX: glaubhafte Rede
6 o. Ein Stein, der beliebt macht; w. Ein Gunststein
7 o. ihres Empfängers; w. ihres Besitzers
8 o. eine Sache weitererzählt
9 o. den Gottlosen
10 o. für gottlos
11 o. und ein Bruder wird für die Not geboren
12 d. i. wohl der Mund
13 w. verdrehten
14 o. eines Gottlosen
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