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Elberfelder Bibel

Gottes Erbarmen nach dem Gericht

1 Erbittet euch von dem HERRN Regen zur Zeit des Spätregens! Der HERR ist es, der die Wetterwolken macht, er lässt den Regen regnen, er gibt einem jeden Brot, Kraut auf dem Feld1.
2 Denn die Hausgötzen haben Trügerisches geredet, und die Wahrsager haben Lüge geschaut; und sie erzählen nichtige Träume, trösten mit Dunst. Darum mussten sie fortziehen wie Schafe, die elend sind, weil kein Hirte da ist.
3 Gegen die Hirten ist mein Zorn entbrannt, und über die Leitböcke bringe ich Heimsuchung, denn der HERR der Heerscharen nimmt sich seiner Herde, des Hauses Juda, an2 und macht es gleichsam zu seinem Prachtross im Kampf.
4 Aus ihm3 kommt der Eckstein, aus ihm der Zeltpflock, aus ihm der Kriegsbogen, aus ihm wird zugleich jeglicher Gewalthaber hervorkommen4.
5 Und sie werden wie Helden sein, die im Kampf den Feind in den Straßenkot treten; und sie können kämpfen, denn der HERR ist mit ihnen, und die Reiter auf den Pferden werden zuschanden.
6 Und ich stärke das Haus Juda und rette das Haus Josef und lasse sie wieder in ihrem Land wohnen, denn ich habe Erbarmen mit ihnen, und sie werden sein, als hätte ich sie nie verstoßen. Denn ich bin der HERR, ihr Gott, ich erhöre sie.
7 Und Ephraim wird sein wie ein Held, und ihr Herz wird sich freuen wie vom Wein. Und ihre Kinder werden es sehen und sich freuen, ihr Herz wird jubeln in dem HERRN.
8 Ich will ihnen pfeifen und sie sammeln, denn ich habe sie erlöst; und sie werden so zahlreich sein, wie sie einst zahlreich waren.
9 Säe ich sie aber ein unter die Völker und denken sie dann in den fernen Ländern an mich, so sollen sie mit ihren Kindern am Leben bleiben und zurückkehren.
10 Und ich lasse sie zurückkehren aus dem Land Ägypten, und aus Assur sammle ich sie und bringe sie in das Land Gilead und auf den Libanon, und es5 wird für sie nicht ausreichen.
11 Und sie werden6 durch die Meerenge hindurchziehen7 - er hat im Meer ja die Wellen geschlagen -, und alle Tiefen des Stromes8 werden versiegen. Und der Hochmut Assurs wird gestürzt, und das Zepter Ägyptens muss weichen.
12 So werde ich sie stark machen9 in dem HERRN, und nur in seinem Namen werden sie leben, spricht der HERR10.
1 T.; Mas. T.: und Regen des Regengusses gibt er ihnen - einem jeden - Kraut auf dem Feld
2 w. der HERR der Heerscharen sucht seine Herde, das Haus Juda, heim
3 d. h. aus Juda selbst
4 o. hinausziehen; d. h. jeder Fremdherrscher wird das Land verlassen
5 d. h. das Land Gilead und der Libanon
6 w. es wird; d. i. das Volk
7 T.; Mas. T. viell.: Und die Not (o. Enge) durchschreitet das Meer
8 d. i. der Nil
9 Andere üs. mit Textänderung: So ist ihre Stärke
10 w. werden sie gehen, ist der Ausspruch des HERRN
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