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Elberfelder Bibel

Gegen die Priester

1 Und nun für euch, ihr Priester, dieses Gebot!
2 Wenn ihr nicht hört und wenn ihr es euch nicht zu Herzen nehmt, meinem Namen Ehre zu geben, spricht der HERR der Heerscharen, dann sende ich den Fluch unter euch und verfluche eure Segensgaben1; ja, ich habe sie schon verflucht, weil ihr es nicht zu Herzen nehmt.
3 Siehe, ich bedrohe2 euch die Saat3 und streue Mist auf euer Gesicht, den Mist eurer Feste; und man wird euch zu ihm hintragen.
4 So werdet ihr erkennen, dass ich dieses Gebot zu euch gesandt habe, damit mein Bund mit Levi gültig bleibe, spricht der HERR der Heerscharen.
5 Mein Bund mit ihm war das Leben und der Friede; und ich gab sie ihm. Er war4 Furcht, und er fürchtete mich, und vor meinem Namen erschauerte er.
6 Zuverlässige Weisung war in seinem Mund, und Unrecht fand sich nicht auf seinen Lippen. In Frieden und Geradheit lebte5 er mit mir, und viele brachte er zur Umkehr von Schuld.
7 Denn die Lippen des Priesters sollen Erkenntnis bewahren, und Weisung sucht man aus seinem Mund; denn er ist ein Bote des HERRN der Heerscharen.
8 Ihr aber, ihr seid abgewichen vom Weg, ihr habt viele durch falsche Weisung zu Fall gebracht6, habt den Bund Levis gebrochen7, spricht der HERR der Heerscharen.
9 So habe denn auch ich euch verächtlich und niedrig gemacht für das ganze Volk, weil8 ihr meine Wege nicht beachtet und die Person anseht9, wenn ihr Weisung gebt.

Gegen Mischehen und Ehescheidung

10 Haben wir nicht alle einen Vater? Hat nicht ein Gott uns geschaffen? Warum handeln wir treulos aneinander, um den Bund unserer Väter zu entweihen?
11 Juda hat treulos gehandelt, und ein Gräuel ist in Israel und in Jerusalem verübt worden; denn Juda hat das Heiligtum des HERRN entweiht, das er liebt, und hat die Tochter eines ausländischen Gottes geheiratet.
12 Dem Mann, der das tut, wird der HERR alles ausrotten, was lebt und antwortet10, aus den Zelten Jakobs, selbst wenn er dem HERRN der Heerscharen eine Opfergabe darbringt.
13 Und zweitens tut ihr dies: Ihr bedeckt11 mit Tränen den Altar des HERRN, mit Weinen und Stöhnen, weil er sich eurer Opfergabe nicht mehr zuwendet und sie nicht mehr mit Wohlgefallen aus eurer Hand annimmt.
14 Ihr sagt: Weswegen? Deswegen weil der HERR Zeuge gewesen ist zwischen dir und der Frau deiner Jugend, an der du treulos gehandelt hast, wo sie doch deine Gefährtin ist und die Frau deines Bundes12.
15 Und hat er sie nicht zu Einem gemacht? Zu einem Fleisch13, in dem Geist ist. Und was erstrebt das Eine? Nachkommenschaft von Gott.14 So hütet euch bei eurem Leben15! Und an der Frau deiner Jugend handle nicht treulos!
16 Denn ich hasse Scheidung16, spricht der HERR, der Gott Israels, ebenso wie17 wenn man sein Gewand mit Unrecht bedeckt, spricht der HERR der Heerscharen. So hütet euch bei eurem Leben18 und handelt nicht treulos!

Der Tag Jahwes - Gericht für Juda

17 Ihr ermüdet den HERRN mit euren Worten. Doch ihr sagt: Womit ermüden wir ihn?19 - Damit dass ihr sagt: Jeder, der Böses tut, ist gut in den Augen des HERRN, und an solchen hat er Gefallen; oder: Wo ist der Gott des Gerichts?
1 o. Segenswünsche; w. Segnungen
2 w. ich schreie . . . an
3 o. die Nachkommen. - LXX u. Vulg.: ich trenne euch den Arm ab; d. h. vernichte eure Kraft
4 o. Ich gab ihm
5 w. ging
6 o. ihr habt viele zu Fall gebracht im Gesetz
7 w. zugrunde gerichtet
8 o. in dem Maße, wie
9 d. h. jemanden bevorzugt; w. das Gesicht erhebt in der Weisung
10 w. den Wachenden und den Antwortenden. - Andere üs.: den Beschützer und den Bedrücker; d. h. Freund und Feind
11 o. Und zweitens tut dies: Bedeckt nur
12 d. h. entweder: die Frau deines Ehebundes oder: die Frau des Bundes, den der HERR mit dir am Sinai geschlossen hat
13 T.; Mas. T.: Rest
14 Andere versuchen, diese schwierige Textstelle ohne Textänderung zu übersetzen: Und nicht einer hat es getan, in dem noch ein Rest von Geist war. Was ist das für einer? Einer, der Nachkommenschaft von Gott sucht.
15 w. eurem Geist
16 w. Entlassung
17 T.; Mas. T.: und
18 w. eurem Geist
19 o. habt . . . ermüdet. . . . Womit haben wir ihn ermüdet?
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